tigten Aufnahme in den böhmischen Ritterstand haben wollte. — Inhandschriftlichen grössern genealogischen Sammlungen finden sichvon 1550 noch bis 1812 Aachweise über die Familie.
Knauth, S. 586. — Sinapius, II. S. 1083,— Valent. König, II. 1177—80.— Gaulie ,T. S. 2642—44. — Zedier, 46. S. 1261—68. ■— N. Pr. A.-L. IV. S. 294. — Freih. v. Ledebur, III.S. 53 u. 54.— SiebmacJier, V. 64 und 05. — W. B. der Preuss. Monarchie, IV. 81.
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Venningen, Freiherren (in Silber zwei schrägkreuzweise nachaufwärts gelegte, rothe Lilienstäbe). Eins der ältesten stiftsfähigenGeschlechter des deutschen Reichsadels, welches seit undenklicherZeit zu den rheinischen und schwäbischen Cantonen der weiland un-mittelbaren Reichs - Ritterschaft gehörte. Gottfried v. Venningenwar schon 1130 Abt in Weingarten und Gabeno und Ttageno v. Yen-ningen treten in Urkunden der Jahre 1228 bis 1251 auf. Die un-unterbrochene Stammreihe beginnt um 1340 mit dem Ritter Sey-fried v. Venningen und seiner Hausfrau Gutta v. Monzingen. Schondie Enkel desselben: Kunz zu Dassbacli, Eberhard zu Eschelbornund Dietrich zu Zazenhausen, deren Bruder, Seyfried, 1382 desdeutschen Ordens Grossmeister war, schieden den Stamm in dreinach denselben genannte Linien. Von diesen sind die beiden er-steren, aus welchen Anselm v. V. der 52. Bischof zu Augsburg, Hansv. V. 1458 Fürst-Bischof zu Basel und der Bruder desselben, Jobst,1448 ebenfalls Grossmeister des deutschen Ordens war, um 1600wieder ausgegangen und nur die Linie zu Zazenhausen, welche vonDietrich v. V. und seiner zweiten Hausfrau, Bertha v. Massenbach,abstammte, blühte dauernd fort. Aus ihr war des Stifters Enkel,Freih. Seyfried, um 1456 Fürst Bischof zu Speier und erlangte fürsieh und seine Familie vom Papste Pius IL das Vorrecht, seinen undihren Helm mit der bischöflichen Inful zu bedecken und diese mitden zwei Lilienstäben seines Schildes zu belegen. Der Urenkel seinesBruders, Eberhard v. V., ein Sohn des Ludwig zu Zazenhausen undder Agnes Nothaft v. Hohenberg, Herr zu Eichtersheim und Aicholts-heim, gest. 1575, war mit Maria .Margaretha Landschaden v. Steinachverheirathet u. wurde der nächste Ahnherr aller jetzigen Freiherrnv. Venningen. Aus diesen war im 6. Gliede Freih. Carl Philipp,geb. 1797, ein Sohn des Freih. Carl Ferdinand und der ElisabethClaudia Grf. v. Reichenstein und wurde Vater zweier Söhne: FranzAnton u. Friedrich Anton, welche die beiden noch blühenden Linienzu Eichtersheim und zu Grombach gründeten. Als Haupt der Liniezu Eichtersheim wurde in neuer Zeit aufgeführt: Freih. Friedrich,geb. 1794 — Sohn des 1799 verstorbenen Freih. Franz Anton ausder Ehe mit Henriette Freiin v. Andlau, geb. 1766 und gest. 1813 —k. k. Kämmerer, vorm. 1816 mit Maria Freiin Specht v. Bubenheini,geb. 1797, aus welcher Ehe, neben einer Tochter, drei Söhne ent-sprossten, die Freiheren Hermann, geb. 1817, nach America ausge-wandert; Clemens, geb. 1820, Herr auf Eichtersheim, Eschelborn,Neidenstein und Zuzenhausen im Grossh. Baden, grundherrl. Abge-ordneter in die erste Kammer der badenschen Ständeversammlung,k. k. Rittmeister in d. A., verm. 1862 mit Agnes Grf. v. Degenfeld-
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