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9 (1870) (Steinhaus - Zwierlein)
Entstehung
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Vemern (in Silber ein halber, schwarzer Widder mit goldenenHörnern). Altes, von der Insel Fernem stammendes, nach Pommernund ins Meklenburgische gekommenes Adelsgeschlecht, welchesschon 1388 zu Neuhof bei Usedom, dann im Camminschen zu Fritzowund Raddack, so wie auch in Rostock angesessen war und mit Lucasv. Vemern, der noch 1593 lebte, erloschen zu sein scheint.

Freih. v. Ledebur, III. S. 53 und S. 354. Pommernsches W. B. V. 52.

Venediger (in Roth eine silberne, fliegende Taube). Altes,Preussisches Rittergeschlecht aus dem zwei Meilen von Liebemühlgelegenen Stammhause Venedig unweit Mohrungen, dessen Stamm-reihe Valentin König mit Thomas v. Venediger, des deutschen OrdensRitter nnd Hauptmann zu Stumbs, angefangen hat. Von dem Sohnedesselben, Martin v. Venediger auf Venedig, stammte der zu seinerZeit berühmte Theologe, Hr. Georg Venediger, von 1567 bis 1574Bischof von Pomesanien und zuletzt auch von Culm, welcher imletztgenannten Jahre starb und zwei Söhne hatte, die den Stammfortsetzten, Hans und Martin. Von den Söhnen war Hans v. V. aufGross- und Klein-Cosel, Landrichter des Hohensteinschen Landge-richts, dessen Sohn, Georg, wegen eines im Duell gefallenen Offi-ciers aus Preussen flüchtete und das Gut Sporen bei Zörbig kaufte.Die Nachkommenschaft desselben u. die seines Bruders, Wolt Hein-rich v. V. auf Trachenstein, k. poln. u. kursächs. General-Lieutenantsblühte fort und Valent. König und Gauhe haben über dieselbe Melireres mitgetheilt. Hans v. V. auf Cosel hatte einen Sohn, Joachim,der, Nachkommen hinterlassend, 1706 als herz, sachs.-merseburg.Kammerjunker starb. Wolf Heinrich v. V. auf Trachenstein, gest.1706, welcher sich im polnisch-schwedischen Kriege sehr ausge-zeichnet, hatte drei Brüder, Hans Heinrich, Thomas Georg und WolfFriedrich und drei Söhne: Christoph Heinrich, Thomas Georg undWolf Friedrich. Von den genannten drei Brüdern erhielt HansHeinrich, k. poln. Oberst, gest. ohne Nachkommen 1706 in Ungarn,das Gut Reinhardsgrimma bei Pirna, Thomas Georg war kais. russ.General, Wolf Friedrich k. poln. Oberst und beide hatten auch keineNachkommenschaft. Von Wolf Heinrich's drei Söhnen wurde'Chri-stoph Heinrich kaiserl. Oberst und Commandant zu Glatz, HansHeinrich, Venetianischer Oberst, hinterliess einen Enkel: Friedrich,Amtsland-Verweser in Preussen und Christoph Friedrich starb alsk. poln. Oberstlieutenant ohne Erben. Die Familie hatte in Ost-preussen ansehnliche Güter und unter diesen um 1727 Worlach undWotterlack unweit Preusisch-Eylau und sass auch im Oelsischen zuBunkau, Gross-Totschau u.s.w. Heinrich Carl v. Venediger nahm1668 im Namen seiner Gemahlin, einer v. Stralendorf, einen Antheilder Stralendorfschen Güter zu Heiligenstadt in Besitz. Erwähntsei noch, dass ein Diplom vom Kurfürsten Friedr. Wilh. I. zu Bran-denburg vom 23. Oct. 1671 nicht ein Anerkennungsdiplom, sondernnur als Zeugniss für den alten Adel des Wolff Heinrich v. Venedigergelten sollte, welcher ein solches Zeugniss Behufs seiner beabsich-