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9 (1870) (Steinhaus - Zwierlein)
Entstehung
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zunächst aus der unter Heinrich IV. an Frankreich abgetretenenLandschaft Ger stammendes Adelsgeschlecht, welches in das erb-liche regimentsfähige Bürgerrecht der Stadt Bern und in die adeligeGesellschaft zum Distelzwang 1817 aufgenommen wurde. Hauptdes freiherrlichen Hauses ist: Franz Lambert Maria Eleonor BouphFreih. v. Yaricourt, geb. 1805, k. bayer. Kämmerer, verm. 1837 mitTheresia Freiin v. Würtzburg, aus welcher Ehe, neben drei Töchtern,ein Sohn stammt: Freih. Lambert, geb. 1844. Der Bruder des Frei-herrn Franz Lambert: Freih. Friedrich, geb. 1807, k. k. Major inPension, lebt zu Marmaros-Szigeth in Ungarn.

v. Lang, Supplem. 75 und 7G. Geneal. Tasclienb. d. freih. Häuser, 1863, S. 876 u. 77, 386-1,S. S95 und DG u. ff. Jahrgg. W. B. d. Kgr. Bayern, XT. 39: anstatt der Abbildung, IV. 31.v. Hefner, bayer. Adel, Tab. G5 und S. 61. KnescTike, I. S. 436.

Varnbüler, Varnbiiler v. und zu Hemmingen, Freiherren (Schildgeviert: 1 und 4 in Blau zwei mit ihren rautenförmigen Knöpfen indie Höhe gerichtete, ihre Stiele aber schräge kreuzende Streitkolben(Stammwappen) und 2 und 3 in Gold ein aus einer innen roth gefüt-terten, blauen Krone halb hervorwachsender, aus Ohren und BachenFeuer schnaubender, schwarzer Greif (Hemmingen). Der alte Adelder Familie, welche in die Adelsmatrikel des Kgr. Württemberg beider Freiherrnklasse eingetragen worden ist, wurde 26. Nov. 1650bestätigt und dabei erfolgte die Vereinigung der Wappen derer v.Varnbüler und Hemmigen. Altes, schon im 12. Jahrhunderte inHohen-Rhätien, wo die Familie die Burg Greiffenberg besass undauch das Schloss Guttenberg in den bündener Alpen inne hatte, blü-hendes Adelsgeschlecht. Johann Varnbüler v. Greiffenberg, verm.mit Agnes v. Asch, lebte um 1260. Die Nachkommen desselbenwaren vielfach mit den rhätischen Adelsgeschlechtern verschwägert.Ulrich Varnbühler v. Greiffenberg, geb. 1330, Eques auratus, zogwegen der Unruhen in Gräubündten auf sein Gut Weinstein im Rhein-gau, wurde Mitglied der Patricier-Genossenschaft zum Voltensteinin St. Gallen u. nachher Bürgermeister daselbst. Sein gleichnamigerSohn unterstützte als Bürgermeister von St. Gallen die Bestrebungenseiner Mitbürger, die sich vom A.bte des Klosters St. Gallen frei zumachen suchten. Mit den Appenzellem und den Klosterlcuten zer-störten die St. Galler das vom Abte Ulrich Rösch neu erbaute Klosterzu Roschach. In dem hierüber ausgebrochenen Kriege zogen dieEidgenossen dem Abte zu Hülfe und belagerten St. Gallen. Varn-büler sollte ausgeliefert werden, entkam aber nach Lindau, wo er1496 starb. Aus seiner Ehe mit Agnes Belg v. Belforth stammtenzwei Söhne: Johann, gest. 1545, Bürgermeister zu Lindau und Ulrich,erster Präsident der Reichs-Kammergerichts-Canzlei zu Speyer undspäter Reichs-Statthalter zu Nürnberg. Johanns zwei Söhne setztendas Geschlecht fort. Von diesen war Johann Jacob, geb. 1510, viel-jähriger Canzler der Markgrafen von Baden, erhielt adelige Lehen-güter und stiftete eine im Hanauischen, Hildesheimischen und Braun-schweigischen verzweigt gewesene, aber im vorigen Jahrhundertewieder erloschene Linie, die seit 1580 der reichsfreien Ritterschaft