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Sitz vorkommt, auch sass die Familie im letztgenannten Jahre be-reits zu Banzin und Poppenhagen und brachte dann bis zum 18. Jahr-hunderte auch andere Güter an sich, doch wurde neuerlich noch Plü-menhagen bei Cöslin als Stammhaus genannt, welches aber erst im17. u. .18. Jahrh. der Familie zustand. Im 18. u. 19. Jalirh. wurdedas Geschlecht in Ostpreussen unweit Preuss. Eylau angesessen undwurde zuerst zu Worlack und Wotterlach begütert. In Pommernhatte die Familie noch 1707 das Gut Latzig und 176G Pliimenhagenund in Ostpreussen noch 1820 Heyde unweit Friedland u. Triinmauinne. — Von späteren Sprossen des Stammes wurde nur Hans Ernstv. Varehmin bekannt, welcher Oberst der Cavalerie war und nachund nach sich mit zwei Schwestern v. Tschirschki vermählt hatte.
Micrael, S. 536. — Zedier, 40. S. 557. — N. gencal. Handbuch, 1777, S. 343 u. 1778. S. 391und 92. — N. Pr. A.-L. IV. S. 291. — Freih. v. Ledebur, III. S. 50. — Siebmacher, V. 171: Yarg-mine, Pomm. — v. Rieding , III. S. 699 und 700. — Pommernsch. W". B. "I. Tab. 27 und 30.
Varendorf, Vahrendorf (Schild quergetheilt: oben in Gold eingehender, gekrönter Löwe und unten Koth). Altes, westphälischesund braunschweigisches Adelsgcschlecht, welches schon 1350 zuSchierloh im Tecklenburgischen 1556 zu Sudthausen im Osnabrück-schen, 1589 zu Engern unweit Herford, 1600 zu Intrup im Osna-brückschen und zu Milse unweit Bielefeld und noch 1780 zu Risteunweit Osnabrück sass. Ein Sitz Vadrup, früher Varendorp im Mün-sterschen, kam schon 1160 vor. Der Stamm hatte fortgeblüht undnoch in neuer Zeit dienten Sprossen desselben in der k. pr. Armee.Zwei Brüder v. Varendorf standen 1806 im Infanterie-Begimente v.Winning in Berlin. Der ältere schied 1836 als Oberstlieutenant ausdem activen Dienste und starb 1840 in Berlin und der zweite starb1819 als Capitain des ersten Reichenbachschen Landwehr-Regiments.
N. Pr. A.-L. IV. S. 290. — Freih. v. Ledebur, III. S. 50. — Siebmacher, I. 188: v. Varendorff,Westphälisch. — v. Rieding, I. S. 622 und 23.
Varicourt, Freiherren (Schild mit blauem Schildeshaupte undin demselben drei neben einander stehende, fünfstrahl ige, silberneSterne. Im silbernen Schilde ein vom rechten Schildesrande in sechsSpitzen nach links absteigender, schwarzer Berg. Auf der drittenSpitze desselben liegt auf seiner Angel ein gewöhnlicher, eisernerAnker, der sich mit dem Arme, aus dessen Auge ein kleines StückTau herabhängt, an die linke, obere Schildesecke anlehnt). Im Ivgr.Bayern bestätigter Freiherrnstand. Bostätigungsdiplom desselbenvom 28. Juli 1817 für die drei Brüder, Carl, Johann Franz u. Fried-rich Freih. v. Varicourt vom Könige Maximilian I. Joseph vonBayern, mit Ausdehnung des Baronats-Prädicates auf den A T ater dergenannten drei Brüder: Lambert v. Varicourt, vormaligen' fürstl. Pri-matischen Geh. Rath, Staats-Commissair und Schlosshauptmann zuAschaffenburg. Die drei Söhne des Letzteren (aus der Ehe mitEleonore Freiin v. Albini zu Dürrenried und Wassmuthhäusen inFranken, geb. 1783, vorm 1803 und gest. 1855) hatten 30. März1808 vom Grossherzoge von Frankfurt und Fürsten-Primas vonAschaffenburg die Freiherrenwürde erhalten. — Altes, aus Savoyen,