— 357 —
mandant des Invalidencorps stehende v. Valentini, welcher 1807starb. Ein Sohn desselben und der berühmteste aus seinem Stammein der k. preuss. Armee war Georg- Wilhelm v. Valentini, welcherals General-Lieutenant u. General-Inspecteur des Militair-Unterrichts-und Bildungswesens 1834 zu Breslau starb. Derselbe, ein tapfererOfficier und vortrefflicher Chef des Generalstabes, war ein ausge-zeichneter, fleissiger u. berühmter Schriftsteller im Felde der Kriegs-geschichte. Kamentlich wurde sein Werk: „die Lehre vom Kriege"allgemein geschätzt.
N. Pr. A.-L. IV. S. 290 und 91. — Freih. v. Ledebur , III. S. 50.
Valentini v. Weinfeld. Erbl. -österr. Adelsstand. Diplom von1760 für Johann Paul Valentini, Gerichtsschreiber zu Calliana inTirol, mit: v. Weinfeld.
Megerle v. Mühlfeld, S. 27V.
Vangerow (in Blau ein goldener, gespannter Bogen mit einemsilbernen Pfeile und unter demselben eine rothe Hose). Altes, pom-mernsches Adelsgeschlecht aus dem gleichnamigen Stammhause inder Kälte von Ratzebu hr an der Czarne. Der Ort Vangerow gehörteder Familie bereits im 16. Jahrhunderte und eben so in der Kälte dasalte Lehn Trocken - Glienke. Otto Heinrich v. Vangerow vereinigteeinen sehr bedeutenden Grundbesitz, als er 1758 zu den GüternVangeröw und Trocken-Glienke auch Pielburg, Linde, Hohenhausenund Remmin ererbte, auch besass in den Marken ein Zweig des Ge-schlechts das Gut Böstenberg bei Arnswalde. — Der Stamm blühtefort, mehrere Sprossen desselben standen in der k. preuss. Armeeund in der Hand der Familie waren 1805 noch Trocken-Glienke und1835 Vangerow, dann aber ist, soviel bekannt, das alte Geschlechtausgegangen. -— Von demselben ist eine neuere Familie dieses Ka-mens zu unterscheiden, in die mit demselben Wappen, welches abermit zwei Adlern als Schildhalter versehen ist, durch Diplom vom 6.Juli 1798 der Regierungs-Präsident Vangerow zu Magdeburg denPreussischen Adelsstand brachte. Die Wittwe desselben, Frau Mariev. Vangerow, geb. Freiin v. Coninx, Präsidentin, war nach Hauernoch 1857 Besitzerin des Gutes Berlingerode im Kr. Worbis. Auchist mit demselben Wappen, doch ohne Schildhalter, eine anderweitigeErhebung in den preussischen Adelsstand durch Diplom vom 23. Jan.1829 erfolgt.
Micrael, S. 53G. — Zedier, 40, S. 535. — N. Pr. A.-L. IV. S. 291. — Freih. v. d. Knesebeck,8. 283: Diplom von 3798. — Freih. v. Ledebur, III. 8. 50. — W. 13. d. Preuss. Monarchie, IV. 80(Diplome von 3 798 und 1829). — Hannov. W. Ii. F. 5 und S. 14 (Diplom von 1798.).
Varclimin, Varclnnine (inRoth sechs kleine, goldene Jagdhörner,je zwei und zwei, auf Art eines ausgebogenen Andreaskreuzes, dieStürzen oben und seitwärts gekehrt, zusammen gelegt und durcheine, um beide Stürzen gehende und dann sich oberwärts einmalschlingende Schnur verbunden. Dieselben stehen in der gewöhn-lichen Ordnung dreier Figuren, nämlich: 2 und 1.). ■—■ Altes, Pom-mernsches Adelsgeschlecht, welches namentlich im Fürstenthum Ca-minschen Kreise begütert wurde, wo schon 1315 ein gleichnamiger