Druckschrift 
9 (1870) (Steinhaus - Zwierlein)
Entstehung
Seite
356
Einzelbild herunterladen
 

356

phälisches Adelsgeschlecht, welches durch seinen Besitz namentlichdem Adel der Grafschaft Mark angehörte. Dasselbe sass schon 1280zu Olpe unweit Lennep, 1317 zu Overkempinc bei Camen unweitHamm, 1326 zu Ileinkhausen bei Dortmund und zu Opherdicke beiDortmund ebenfalls, 1386 zu Ergste bei Iserlohn, 1391 zu Callenbergbei Ilagen, 1400 zu Horst bei Bochum und 1402 zu Ende bei Hagen,brachte dann mehrere andere Güter an sich und wurde später auchin Schlesien u. in der Mark Brandenburg begütert. In der GrafschaftMark gehörten zu dem Besitze der Familie später auch West-Hem-merde, Heven, Göckinghof u.s.w. Der Stamm blühte fort, Sprossendesselben standen in der k. preuss. Armee u. nach Hauer waren 1857noch die Ilinterlassenen des Eugen Freih. v. Vaerst, Majors a. D.,zu Herrndorf im Kr. Soldin begütert.

N. Pr. A.-L. IV. S. 290. Freih. v. Ledebur , III. S. 49 und 50 und S. 33. v. Steinen,"YVestphiil. Gesch. Tab. 4, Nr. 2.

Valil (in Gold ein durch Wasser watendes Pferd). Reichsadels-stand. Diplom von 1794 für Gottfried und Peter Yahl. Die Familiewurde in Vorpommern im Kr. Greifswald zu Guhlkow begütert undCarl v. Vahl starb 1843 als Herr des genannten Gutes, eine Wittweund Kinder hinterlassend. Das Gut war nach Hauer 1857 noch inder Hand der Familie und ein Sohn stand nm diese Zeit als Lieute-nant im Halberstädtschcn Bataillone des Landwehr-Hegiments.

Freih. v. Ledebur, III. S. 50 und 353.

Valcke, Falken, Valken, Falcke zu Rockel und Laer (in Silberein schwarzer, fortschreitender, schwarzer Falke mit erhobenen Flü-geln, goldenem Sehnabel und goldenen Fängen). Altes, westphäli-sches und rheinländisches Adelsgeschlecht, welches bereits 1335 zuLaer unweit Steinfurt, 1379 zu Darfeld bei Coesfeld und Hostmarbei Steinl'urt, 1563 zu Höckel unweit Coesfeld und 1689 zu Velpeim Tecklenburgischen sass. Als der Letzte des männlichen Stam-mes starb 1719 ledigen Standes Friedrich Jobst Ludolph v. Valcke,Herr zu Rockel und Lahr, Horstmar und Steinfurt.

v. Hattstein, II. S. 500 502. Freih. v, Ledebur, III. S. 50. Siebmacher, I. 189: DieEtlichen, Westphälisch. v. Meding, II. S. 623.

Valentin v. Treuenfeld, auch Edle v. Treuenfeld. Erbl.-österr.Adelsstand. Diplom von 1759 für Johann Valentin, Rathsmann zuOlmütz, mit: v. Treuenfeld und Diplom von 1794 für Johann FranzValentin, Vorsteher des chirurgischen Gremiums zu Wien und Exa-minator, mit: Edler v. Treuenfeld.

Megerlt v. Muhlfeld, S. 277 und Erg.-Bd. S. 477.

Valentini (Schild der Länge nach getheilt und rechts querge-theilt: oben in Roth eine goldene Edelkrone und unten in Gold einschräg gestelltes, silbernes Schwert und links in Roth drei wellen-förmig gezogene, silberne Querbalken). Ein aus dem Darmstädtschenstammendes Adelsgeschlecht, welches der k. preuss. Armee mehreresehr verdiente Officiere gegeben hat. Der Äelteste derselben warder früher bei dem Jäger-Regimente und zuletzt als Oberst und Com-