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9 (1870) (Steinhaus - Zwierlein)
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lind Besitzungen zu gleichen Theilen, doch blieben Gerichtsbarkeit,Hoheitsrechte, Jagd u. s. w., so wie die Lehen, gemeinschaftlich undder Aeltere beider Linien wurde zum Lehnsherrn bestimmt. BeideLinien haben sich weit ausgebreitet. Die Ludolph'sche Linie blühtein neuster Zeit in fünf Zweigen. Der erste Zweig sass zu Gellie-hausen und Neuen-Gleichen u. dem zweiten Zweige steht das Unter-gut Appenrode und Sieboldshausen zu. Der vierte Zweig besitzt dasMittelgut Appenrode und Hofehrenthal im hessischen Amte Schenk-lingsfeld und die männlichen Mitglieder des fünften Zweiges sindHerren und gemeinschaftliche Besitzer vom Obergute Appenrode,Ebbickerode u. Sieboldshausen. Von den sieben Zweigen, in welchedie Melchiorsche Linie sich schied, sind der dritte, vierte u. sechsteZweig im Mannsstamme erloschen und der erste Zweig ist zu Sen-nickerode, Wöllmarshausen, Sieboldshausen und Wunstorf gesessen.

Von den Sprossen der weit verzweigten Familie haben Mehreremit Auszeichnung in hannoverschen, hessischen und preussischenDiensten gestanden und über den neueren Personalbestand des ge-sammten Geschlechts geben die genealog. Taschenbb. der freiherrl.Häuser, auf welche hier zu verweisen ist, genaue Nachricht.

Leuckjeld , Antlquit, Poeldcns, S. 3. Pfcffinycr, Histor. des braunschir. Hauses, III. S. 270.

Harenberg, Histor. eccles. Gandersh. S. 1585. Heiser, Antiquit Kerstlinger., S. 221 62.Specht, Stammbuch und Geschlechts .Register der v. Usslar, Hildesheim, 1G36. v. Steinmetz, Ur-sprung der Herren v. Usslar, Güttingen, 1701. Praetor ins, Ursprung der Herren v. Usslar, Göt-tingen, 1737. Gauhe, I. S. 2721 u. 22. Zedier, 51. S. 87074. Rommel, Gesch. v. Hessen,II. Anmer. S. 276 u. 285. GottschalcJc, Ritterburgen, III. S. 1. Schmidt, Beitr. zur Geschichtedes Adels, I. S. 174 u. II. S. 360. Kleinschmidt, Calenberg. Landtagsabsch. I. S. 330 u. II. S. 343.

Hannov. Ges.-Sammlung, Jahrg. 1825, Abth. I. S. 31. N. Pr. A.-L. V. S. 45458. Freih.v. d. Knesebeck, S. 281 und 82. Freih. v. d. Ledebur, III. S. 47 und 48. Geneal. Taschenb.d. freih. Häuser, 1864, S. 88194 u. ff. Jahrgg. v. Meding , I. S.623: v. Ueslar, Eichsfeldisch.Hannov. W. B. C. 16 und S. 14. v. Hefner, Hannov. Adel, Tab. 32. Kneschke, II. S.45350.

Uslar (Schild quergetheilt: oben Schwarz, ohne Bild und untenvon Roth und Silber, oder von Silber und Roth vierfach der Längenach getheilt). Altes, adeliges Patrici er-Geschlecht der früherenReichsstadt G-oslar, welches urkundlich schon im 14. Jahrhunderteauftritt. Zu diesem Geschlechte gehörte Johann v. Uslar, beiderRechte Doctor, Abt zu Marienthal, Fürstl. Braunschw. Rath, welcher1589 Fürstl. Quedlinburgischer Canzler wurde und der Vater desHeinrich Philipp v. Uslar, Canonicus zu Goslar und einiger Reichs-fürsten Rath, war. Das Geschlecht besass das Gut Astfeld bei Goslarund gehörte zu den Gandersheiinischen Vasallen.

Gauhe, I. S. 2722: am Schlüsse des Artikels Uslar. Freih. v. d. Knesebeck, S.357. Knesclikc,II. S. 456. Meklenb. W. B. Tab. 50. Nr. 190. Hannov. W. B. D. 9 und S. 14. v. Hefner,Hannov. Adel, Tab. 32.

Utenhofen (in Silber sechs rothe, ganz schmale Q.uerstreifen,oder quergezogene Faden u. auf dem Helme ein silberner Delphin).

Nach v. d. Hagen eins der ältesten Adelsgeschlechter Thüringens,des Vogtlandes und der Lausitz, welches 1720 in der Nieder-Lausitzunweit Luckau zu Casel sass und auch am Niederrhein im Geldern-schen zu Kogwald u. in Ostpreussen im Schakonschen begütert war.Zu dieser Familie gehörte Carl v. Utenhofen, welcher 1834 als k.preuss. Generalmajor starb und später lebte noch ein v. U., als k. pr.