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Uslar-Gleichen nennen und schreiben zu dürfen und k. hannov. Be-stätigung des der Familie zustehenden Freiherrnstandes vom 5. Mai1847, nachdem schon vorher der freiherrliche Titel vom Könige Hie-ronymus Kapoleon durch Patent vom 10. Juli 1813 für den damaligenFriedensrichter Hans v. Uslar u. vom Könige Friedrich Wilhelm III.von Preussen durch Cabinets-Ordre vom 18. Jan. 1829 für den Land-rath Carl v. Uslar anerkannt worden war. — Altes, zum ritterschaft-lichen hannoverschen Adel zählendes Geschlecht, dessen Käme schonin frühster Zeit, als der Adel bleibende Familiennamen annahm,zweifelsohne von einem später zu Afterlehn gegebenen Gute zu Uslarvorkommt und zwar sehr verschieden geschrieben, nämlich: Uslar,Uslare, Usslare, Usler, Useler, Usseler und Uslaria. Der erste be-kannte Stammsitz der Familie scheint auf dem Solling, diesem, wieSonne, Erdbeschreibung des Kgr. Hannover, S. 55, sagt, Sitze Säch-sischer Grossen, das Rittergut Uslar gewesen zu sein, um welchessich nach und nach die Stadt Uslar am Solling anbaute. Urkundlichkommt zuerst Ernestus de Uslare 1141 vor. Aus dem 12. Jahrh.linden sich sonst nur wenige Familien-Kachrichten, häufiger abertritt der Käme des Geschlechts in Urkunden des 13. Jahrh. auf, inwelchen Hermann und Ernst v. Uslar, Ritter, mehrfach erwähnt wer-den. Dieselben mögen auch im Anfange des 13. Jahrh. die Gleichenbei Göttingen erworben haben, wie, ist aber nicht ermittelt: Letzuersagt, dass sie dieselben 1211 vom K. Otto IV. gekauft, Sonne aber,dass die v. Uslar das Gericht Alten - Gleichen vom Kaiser 1208 er-halten hätten. Dass diese Burgen nie von den Grafen v. Gleichenin Thüringen besessen worden sind, haben Wenck, hessische Landes-geschichte, Wolf, Geschichte des Eichfeldes und andere Historikerhinreichend erwiesen. Die Familie Uslar erwarb die Gleichen alsfreies Allodium und zwar, wie auch angenommen wird, 1211 durchVergleich mit K. Otto IV. und hat dieselben nicht als Lehne erhalten,was daraus erhellt, dass die Brüder Ernst und Hans v. U., nachdemihre Kinder und Erben in einer Fehde gegen die Stadt Mühlhausenzu Anfange des 15. Jahrh. gefallen waren, die neue Burg Gleichen,wegen Uneinigkeit mit ihren Vettern auf Alten-Gleichen und ihresfrommen Sinnes wegen, 1451 an den Landgrafen Ludwig von Hessenverkauften. Dieselben bedachten durch die Kaufsumme reichlichdas Bonedictiner-Kloster zu Reinhausen, in welches sie sich zurück-gezogen u. stifteten das noch bestehende Siechenhaus bei Reinhausen.— Schon gegen Ende des 13. Jahrh. schloss sich die Familie an dieErzbischöfe von Mainz an u. wurde von denselben für treue Dienstedurch mehrfache Belehnungen belohnt, so wie auch von anderengeistlichen und weltlichen Fürsten mit mehreren Gütern belehnt. —•Zu Ende des 15. Jahrhunderts lebte von dem ganzen Stamme, undzwar schon bejahrt, Wedekind v. Uslar, welcher sich noch mit einerv. Oldershausen vermählte und das Geschlecht dauernd fortsetzte.Zwei Söhne desselben, Ludolph und Melchior, stifteten die jetzt nochblühenden beiden Linien: die Ludolph'sche und die Melchior'sche.Dieselben theilten die zur Burg Altengleichen gehörenden Lehngüter