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reich unter der Ens. — Altes, Österreich, und steiermärkisches Adels-geschlecht, dessen Ahnherr wohl der in der zweiten Hälfte des 16.Jahrhunderts lebende Wolf Unverzagt war, welcher am Hofe des K.Maximilian II. wegen seiner Gelehrsamkeit und Staatswissenschaftenbis zur Würde des Ilofcanzlers stieg. Der Stamm, dessen Sprossenin Oesterreich hohe Ehrenstellen beleideten, blühte im 18. Jahrh. fortund mit Leopoldine Grf. v. Unverzagt scheint, nach Erlöschen desMannsstammes, auch der Harne des Geschlechts ausgegangen zu sein.Grf. Leopoldine vermählte sich 1787 mit dem 1816 verstorbenenGrafen Joseph Ludwig Matthias A'icomte de la Eontagne d'IIarnon-court, k. k. Kämm., General der Cavalerie und Regiments - Inhaberund starb 6. März 1835, worauf Harne und Wappen der Grafen Un-verzagt auf den älteren Sohn derselben, auf Maximilian Grafen de laEontagne und Ilarnoncour-Unverzagt überging.
Gauhe, I. S. 2687. — Zedier, 49. S.2461. — Megerle v. Mühlfeld, Erg:.-Bd. S. 34. — Schmutz,IV. s. 242. — Siebmacher, I. 33: Unverzagt, Herren und Freiherren.
Uliwerth, auch Freiherren und Grafen (Schild von Roth undSilber quer getheilt, mit einem schrägrechts liegenden, oben u. untenabgesägten, schwarzen Stamme eines Baumes, an jedem Ende vonzwei Seiten geastet). — Alter, böhmischer Ereiherrn- u. erbl.-österr.Grafenstand. Freiherrndiplom von 1702 für Johann Carl v. Unwerthund Grafendiplom vom 28. Juni 1764 für Ignaz Joseph Ereiherrn v.Unwerth, k. k. Kämmerer u. Herrn auf Mnischek im Berauer KreiseBöhmens. Altes, sclilesisches, um 1440 zuerst erwähntes Adelsge-schlecht, welches 1440 zu Heuhaus im Münsterbergischen und 1481in der Hähe dieses Gutes zu Olbersdorf sass. Dasselbe ist mehrfachmit der Familie v. Unwürde, s. den nachstehenden Artikel, ver-wechselt worden, doch, wie schon die Wappen ergeben, eines ganzanderen Stammes. Das Geschlecht hat im Adelsstande fortgeblüht,mehrere Sprossen desselben traten in die k. preuss. Armee und noch1856 stand ein Hauptmann v. Unwerth im 12. Infant. - Regimente.Die Freiherren v. Unwerth, Unwirth, aus denen die Grafen v. Un-werth später hervorgegangen sind, sassen in Böhmen auf den Schlös-sern Obitz, Ividin und Hoschitz und zu Anfange des 18. Jahrh. lebtenfünf Gebrüder und Freiherren v. Unwerth. Der Grafenstand kam,wie angegeben, 1764 in die Familie, doch ist in diesem Jahrh. derMannsstamm der gräflichen Linie wieder erloschen und der Harnederselben ist mit der Erbtochter, Christine Gräfin v. Unwerth, aus-gegangen. Dieselbe, geb. 1788, vermählte sich mit dem 1839 ver-storbenen Georg Grafen v. Sylva-Tarouea, k. k. Kämm, und Major,und starb 16. April 1851, worauf Harne u. Wappen auf den ältestenSohn derselben, Eugen Grafen Sylva-Tarouea-Unwerth, geb. 1813,Herrn auf Frauenthal und Termeshöfen, so wie des Lehngutes Ciso-witz in Böhmen, k. k. Kämm, und Major in d. A., gekommen sind. —
Lucae Schles. Denkwürdigk. S. 1860. — Sinapius, I. S. 1013 und II. S. 1092. — Gauhe, I.S. 2689: am Schlüsse des Artikels: Unwürde. — Zedier, 49. S. 2499 u. 2500. — Megerle v. Mühl-feld . Erg.-Bd. S. 34. — Freih. v. Ledebur, S. 46. — Siebmacher, I. 53: v. Unwerdt, Schlesisch.—v. Meding, I. S. 626.
Unwürde, auch Freiherren (in Schwarz ein goldener Löwe, der