Druckschrift 
9 (1870) (Steinhaus - Zwierlein)
Entstehung
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Lilien und 2 u. 3 in Gold eine golden besamte, grüngekelehte, dop-pelte, silberne, mit drei grünen Kesselblättern, von denen an derrechten und linken Seite der Rose je eins und das dritte oben her-vorsteht. Der Stengel der Rose ist nicht sichtbar). Reichs- undSchwedischer Freiherrnstand. Reichsfreiherrnstand vom 16. Juli1531 für die gesammte Familie und zwar unter Erbebung ihres Be-sitzthums Pürkel zur Reichs-Baronie und Schwedisches Freiherrn-diplom vom 27.0ct. 1653 für Wolmar, Otto u. Reinhold v.U.-St., undfür das gesammte Geschlecht, unter Anerkennung der Abstammungdesselben von der Sternbergischen Familie und mit Verleihung desoben beschriebenen Wappens. Altes, seinen Ursprung von derursprünglich aus Westphalen stammenden, im 10. Jahrhunderte nachBöhmen gekommenen und dort, sowie in Schlesien im gräflichenStande fortblühenden Sternberg'schen Familie herleitendes Adelsge-schlecht, welches später unter dem Adel in Schweden, Lief- undCurlaud immatriculirt und auch zu dem in Ostpreussen und Schesienbegüterten Adel gerechnet und in Schlesien für gemeinsames Stam-mes mit den zum polnischen Stamme Rola gehörenden Grafen v.Wengersky gehalten wurde. Hans v. Sternberg ein Sohn desSdzislaus v. Sternberg und der Sidonie v. Waldstein führte 1211ungarische Hülfsvölker dem liefländischen Schwcrtbrüder-Orden zu,wirkte selbst mit bei Eroberung des Landes und erwarb spätergrössere Besitzungen in Liefland. Als Heerführer ungarischer Trup-pen, wurde erHungarius", oderUngar" genannt, welchen Kamener fortan, statt seines eigenen Geschlechtsnamens, führte und dieserHans Ungar ist der Stammvater der Kordischen Linie des GeschlechtsSternberg geworden, die seit 1653 sichUngern-Sternberg" nennt.Durch das oben angeführte Diplom von 1531 wurden die Ungern-Sternberg in den Stand der Freiherren des heil. röm. Reichs gesetztund später, 1653, wurde, wie angeführt, der Familie der schwedischeFreiherrnstand ertheilt. Im 15. Jahrhundert blühte das Geschlechtin drei Linien, welche sich nach den Stammhäusern: Pürkel, Linden-Errastfer und Kidipäh-Lechtigall nannten. Der Stammvater der letz-teren Linie war Christoph v. Ungern, Herr zu Sissegal und Fistehl,nach dessen Tode sich diese Linie in mehrere Aeste trennte, welchein Esthland, Schweden und Ostfriesland Sitze hatten. Die in neuererZeit im Grossh. Baden lebenden Glieder der Familie gehörten eben-falls der Linie Kidipäh-Lechtigall an, indem sie in gerader Linievon dem oben genannten Christoph v. Ungern stammen. Im Grossh.Baden erhielt durch Erlass vom 30. Sept. 1819 das Indigenat fürsich und seine ehelichen Kachkommen: Wilhelm Freih. v. Ungern-Sternberg, geb. 1777 und gest. 1847, grossh. bad. Kammerherr undGeh. Rath, verm. in erster Ehe mit Charlotte Freiin v. Fürstenwärther,geb. 1779 und gest. 1813 und in zweiter 1814 mit llosalie Freiin v.Völderndorf und Warädein, geb. 1788 und gest. 1852. Aus derzweiten Ehe stammt Freih. August, geb. 1817, grossh. bad. Kammer-herr, Legationsrath und Vorstand des grossh. Geh. Cabinets, verm.1855 mit Theodora Freiin v. Eimsen, geb. 1832 und gest. 1862, aus