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dem bis zum 15. Jahrhunderte im Cölnischen und Jülichschen vorge-kommenen adeligen Geschlechte v. Unbescheiden, welches nach Fahne,1. S. 432, in Silber einen schrägrechten, schwarzen Balken führte.
Freih. v. Ledebur, III. S. 44. — W.B. d. Preuss. Rheinprovinz, I. Tab. 121. Nr. 242 und S. 112.
Umgelter, s. Ungelter v. Deissenhausen.
Underainer v. Underain, Underreiner v. Underrain, Ritter
(Schild geviert mit gekröntem und quer getheiltem Mittelschilde:oben in Blau ein nach der rechten Seite aufwachsender Hirsch mitoehnendigem Geweihe von natürlicher Farbe und unten von Ilothzund Silber viermal quergestreift. 1 und 4 in Silber ein einwärts-sehender, schwarzer Adler, dessen Brust mit einem silbernen Kreuzebelegt ist und 2 und 3 ebenfalls in Silber zwei schrägrechte, rotheBalken). Erbl.-österr. Bitterstand. Diplom vom 12. Juni 1708 fürMatthias Christoph Unterainer von Meissing (Mayssing), unter Ver-änderung des ihm, bei der vom K. Leopold 1. ß. .Tan. 1689 erfolgtenErhebung in den erbländisch-österr. Adelsstand verliehenen Prädicatsv. Meissing in das Prädicat „v. Unterain". Megerle v. Mühlfeldgiebt das Diplom von 1708 als Bestätigung des Adels, mit Hinweg-lassung des Prädicats: v. Meyssing u. mit Annahme der Benennung:v. Unterain an und führt den Diploms-Empfänger als ober-österreicli.Landschafts-Beamten auf. Nach dem Wappen mit zwei Helmen istwohl anzunehmen, dass die, handschriftlichen Notizen entnommene,Angabe, dass das Diplom von 1708 ein Bitterstandsdiplom gewesen,richtig sei.
Megerle v. Mühlfeld, Erg.-Bd. S. 476. — Kneschke, IV. S. 421 und 22: nach handschriftl. No-tizen.
Undorffer. Erbl.-österr. Adelsstand. Diplom von 1773 fürCarl Undorffer, k. k. Titular-Major.
Megerle v. Mühlfeld, Erg.-Bd. S. 476.
Unertl, Freiherren. Ein mit dem freiherrlichen Titel in Bayernvorgekommenes'Geschlecht.
Zedier, 49. S. 1280.
Unfried, Unfriede, Scultetus v. Unfriede (Schild geviert: 1 und4 in Both ein mit der Spitze nach oben gekehrtes Schwert, begleitetvon zwei silbernen Hufeisen und 2 u. 3 in Blau zwei quer über ein-ander gelegte, silberne Pfeile). Reichsadelsstand. Erneuerungs-diplom des der Familie zustehenden Adelsstandes vom 24. Nov. 1678für Joachim Scultetus, kurbrandenburgischen geheimen Kamnierrath,mit dem Beinamen: v. Unfriede und kurbrandenburgiches Bestäti-gungsdiplom vom 17. Oct. 1698 (18. Juli 1699) für Denselben. DerDiploms-Empfänger stammte aus einem alten schlesischen und mär-kischen Geschleckte, welches sich auch nach Brandenburg gewendethatte. Ein Sprosse des Geschlechts schenkte sein Gut Bohnendorfder Kirche zu Sagan, mit Vorbehalt des Schultheiss - Gerichts, wo-durch der Käme Scultetus auf seine Abkömmlinge überging, die sichdann Scultetus v. Unfriede nannten und von denen zuerst ConradScultetus v. Unfried A r orkommt. — Joachim S. v. U., später k. preuss.
Kneschkc, Deutsch. Adcls-Lex. 22