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9 (1870) (Steinhaus - Zwierlein)
Entstehung
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dem bis zum 15. Jahrhunderte im Cölnischen und Jülichschen vorge-kommenen adeligen Geschlechte v. Unbescheiden, welches nach Fahne,1. S. 432, in Silber einen schrägrechten, schwarzen Balken führte.

Freih. v. Ledebur, III. S. 44. W.B. d. Preuss. Rheinprovinz, I. Tab. 121. Nr. 242 und S. 112.

Umgelter, s. Ungelter v. Deissenhausen.

Underainer v. Underain, Underreiner v. Underrain, Ritter

(Schild geviert mit gekröntem und quer getheiltem Mittelschilde:oben in Blau ein nach der rechten Seite aufwachsender Hirsch mitoehnendigem Geweihe von natürlicher Farbe und unten von Ilothzund Silber viermal quergestreift. 1 und 4 in Silber ein einwärts-sehender, schwarzer Adler, dessen Brust mit einem silbernen Kreuzebelegt ist und 2 und 3 ebenfalls in Silber zwei schrägrechte, rotheBalken). Erbl.-österr. Bitterstand. Diplom vom 12. Juni 1708 fürMatthias Christoph Unterainer von Meissing (Mayssing), unter Ver-änderung des ihm, bei der vom K. Leopold 1. ß. .Tan. 1689 erfolgtenErhebung in den erbländisch-österr. Adelsstand verliehenen Prädicatsv. Meissing in das Prädicatv. Unterain". Megerle v. Mühlfeldgiebt das Diplom von 1708 als Bestätigung des Adels, mit Hinweg-lassung des Prädicats: v. Meyssing u. mit Annahme der Benennung:v. Unterain an und führt den Diploms-Empfänger als ober-österreicli.Landschafts-Beamten auf. Nach dem Wappen mit zwei Helmen istwohl anzunehmen, dass die, handschriftlichen Notizen entnommene,Angabe, dass das Diplom von 1708 ein Bitterstandsdiplom gewesen,richtig sei.

Megerle v. Mühlfeld, Erg.-Bd. S. 476. Kneschke, IV. S. 421 und 22: nach handschriftl. No-tizen.

Undorffer. Erbl.-österr. Adelsstand. Diplom von 1773 fürCarl Undorffer, k. k. Titular-Major.

Megerle v. Mühlfeld, Erg.-Bd. S. 476.

Unertl, Freiherren. Ein mit dem freiherrlichen Titel in Bayernvorgekommenes'Geschlecht.

Zedier, 49. S. 1280.

Unfried, Unfriede, Scultetus v. Unfriede (Schild geviert: 1 und4 in Both ein mit der Spitze nach oben gekehrtes Schwert, begleitetvon zwei silbernen Hufeisen und 2 u. 3 in Blau zwei quer über ein-ander gelegte, silberne Pfeile). Reichsadelsstand. Erneuerungs-diplom des der Familie zustehenden Adelsstandes vom 24. Nov. 1678für Joachim Scultetus, kurbrandenburgischen geheimen Kamnierrath,mit dem Beinamen: v. Unfriede und kurbrandenburgiches Bestäti-gungsdiplom vom 17. Oct. 1698 (18. Juli 1699) für Denselben. DerDiploms-Empfänger stammte aus einem alten schlesischen und mär-kischen Geschleckte, welches sich auch nach Brandenburg gewendethatte. Ein Sprosse des Geschlechts schenkte sein Gut Bohnendorfder Kirche zu Sagan, mit Vorbehalt des Schultheiss - Gerichts, wo-durch der Käme Scultetus auf seine Abkömmlinge überging, die sichdann Scultetus v. Unfriede nannten und von denen zuerst ConradScultetus v. Unfried A r orkommt. Joachim S. v. U., später k. preuss.

Kneschkc, Deutsch. Adcls-Lex. 22