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9 (1870) (Steinhaus - Zwierlein)
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Ucblagger, Ritter. Geneal. Taschenb. d. freih. Häuser, 1859, S. 844 und 45, 1864, S. 874 und 75u. ff. .Jahrgg. W. Ii. des Kgr. Bayern, IV. 31 u. v. Wölcbern, Abth. 4. S. 72 u. 73. Kneschke,II. S. 442 und 4 3.

Uechtritz, Uichtritz, Üclitritz, auch Freiherren (Stammwappen:Schild von Silber u. Blau der Länge nach getheilt, mit zwei, mit denrunden Hingen unterwärts und den Kämmen auswärts, ins Andreas-kreuz gelegten, goldenen Schlüsseln, welche auch als Schlüssel mitaufwärts und nach aussen gewendeten Schliessplatten beschriebenwerden und freiherrliches Wappen von 1818: der Schild ergiebt dasStammwappen, auf welchem noch ein zweiter, linker, gekrönterHelm steht, aus dem der heidnische Abgott Flynz (wie sein Standbildvor 1100 Jahren am Fusse des Flinsberges stand, als diese Gegendder Obhut des hier in Hede stehenden Geschlechts anvertraut ge-wesen sein soll, d. h. vorwärts gekehrt, in rothem Gewände, mit blossenArmen und Halse, und in der Hechten ein Flammenschwert haltend,auf seiner Schulter aber stehend ein rechts gewendeter, doch rück-wärtssehender, goldener Löwe, der mit der seitwärts gestellten, rechtenHinterpranke auf der erhobenen linken Hand des Götzen ruht, em-porwächst). Böhmischer Freiherrnstand und Freiherrnstand desKgr. Württemberg. Böhmisches Freiherrndiplom von 1727 für Ernstv. lichtritz und Württembergisches Freiherrndiplom vom 13. Juni1818 für Emil v. Uechtritz a. d. H. Fuga, Herrn auf Belgershayn,Koehra, Lindhardt, Baalsdorf, Hirschfeld, Trehna und Hohrbach, Se-niorathsherrn auf Gebhardsdorf, Scheibe, Schwarzbach, Estherwaldeund Augustthal, Herrn aut Neubronn und Leiningen, k. sächs. w.Geh. Rath, Ober-Kammerherrn u. a. o. Gesandten und bevollm. Mini-ster am kaiserl. Hofe zu Wien u. s. w., unter Eintragung in die Frei-herrnclasse der Adelsmatrikel des Kgr. Württemberg. Altes, ausBöhmen oder Thüringen in die Lausitz gekommenes Adelsgeschlecht,welches sich später in Schlesien, Sachsen u. Preussen weit ausbreitete,lieber die ältere Geschichte des Stammes linden sich namentlich zweiverschiedene Angaben, die eine in d. geneal. Taschenb. der freiherrl.Häuser, 1858, S. 785 96, die andere in dem Neuen PreussischenAdels-Lexicon, Y. S. 45153, von denen die Erstere aus dem HauseFuga, die Letztere aus dem Hause Steinkirch stammt und die wohldurch einen späteren Familienstreit in Bezug auf die von Christianev. Uechtritz, geb. v. Metzrad, 1708 gestiftete Umwandelung derHerrschaft Gebhardsdorf bei Friedeberg am Queis zu einem fidei-commissarischen Senioratsgute hervorgerufen worden, doch so um-fangreich sind, dass hier nur auf diese Angaben im Originale ver-wiesen werden kann. In der Ober-Lausitz und dem angrenzendenSchlesien treten die Ueclitritze erst im 14. Jahrhunderte auf. NachLaubaner Angaben war in den Jahren 1301 und 1304, in welcherZeit bekanntlich noch mehrere Ritter in den Städten wohnten, Johannv. Uechtritz und Steinkirch Bürgermeister in Lauban. Die ältestenStammhäuser der Familie v. IT. in dieser Gegend sind Steinkirch undunweit davon Schwerta und es ist, wie angenommen wurde, einGrund nicht vorhanden, dass beide Häuser, die einen Namen und einWappen führen, nicht auch zu einem und demselben Stamme ge-