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Rittergut« Baerwalde stammte Adam v. Tsehischwitz, kursächs.Oberstlieutenant, dessen Sohn, Gustav v. T., um 1720, Herr auf Pir-schen unweit Heumarkt, des Fürstenthums Glogau Landescommissa-rius, seine Linie fortsetzte. Im Laufe der Zeit hätte die Familiemehrere Güter in Schlesien an sich gebracht und sass noch 1700 zuSchwenz im Glatzischen, 1720 zu Pirschen bei Neumarkt, 1728 zuStein im Oelsischen, 1729 zu Dittersbach im Wohlauschen und 1770zu Scheidewinkel und Tuntschendorf, auch hat der Stamm bis in dieneue Zeit fortgeblüht, denn nach Rauer war noch 1857 Oscar v.Tsehischwitz, Lieutenant a. D., Herr auf Ober-Walditz und Scheide-winkel im Kr. Neurode. —- Erwähnt sei noch, dass, als Bernhard III.v. Stillfried-Rattonitz 1680 für sich und seine Nachkommen den erb-ländisch böhmischen Freiherrnstand erhielt, mit seinem angestammtenWappen, in Folge der letzten Glieder seiner Ahnentafel, die Wappender erloschenen Familien v. Tsehischwitz, Werder und Walditz ver-einigt wurden und so erscheint denn in dem Wappen der Grafen v.Stillfried-Rattonitz jetzt das Wappen der Familie v. Tsehischwitz inder oberen, der Länge nach quergetheilten Schildeshälfte rechts.
Sinaphis, I. S. 1001 und II. S. 1076. — Gauhe, I. S. 2625 und 26. — Zedier, 45. S. 1387. —N. Fr. A.-L. IV. S. 281. — Freih. v. Ledebur, III. S. 37. — Siebmacher, I. 61 mit dem unrichtigenNamen: Christwitz. — v. Meding, III. S. 686: Tsehischwitz,. Tscheschwitz.
Tschoffen, Edle. Erbl. - österr. Adelsstand. Diplom von 1789für Engelbert Tschoffen, bürgerlichen Handelsmann in IVien, wegenErrichtung einer Knopf-, englischen Schnallenherz-Stahl- und Me-tallwaaren-Fabrik, mit Edler v.
Megerle v. Mühlfcid, S. 276.
Tschoggl, Edle v. Rulictlial. Erbl.-österr. Adelsstand. Diplomvon 1815 für Joseph Anton Tschoggl, pensionirten Camer al-Verwalterder Staatsherrschaft Seitz und Eigenthümer der Herrschaft Saneggin Steiermark mit Edler v. Ruhethal.
Megerle v. Mühlfeld, S. 276.
Tscliudi v. Creplang, Meyer von Glarus (in Gold ein grünerBaum mitrothen Stamm u. einigen rothen Blättern, nach Siebmacher'sDeclaration: Tannzapfen). — Eins der ältesten und ansehnlichstenGeschlechter der Schweiz, ehemals auch Tschudy und Schudy ge-nannt, welches sich auch im Canton Uri in der Stadt Rapperschwyl,im Canton St. Gallen und in Lothringen und Franken ausbreiteteund aus welchem in neuerer Zeit mehrere Sprossen in k. preuss. Mi-litairdienste traten. Andere, jetzt ausgestorbene Linien gehörten zuden Erbbürgern zu Zürich, Basel und Bern. Das Haus zählte zudenjenigen, welche ihre Genealogie diplomatisch erwiesen bis zumJahre 906 hinauf führen können, wie aus einem Lehnsscheine Ru-dolph's Tschudy v. Creplang, Meyers v. Glarus, an die Aebtissin desStiftes Seckingen, Bertha, von 1029 hervorgeht, in welcher Urkundedie Vorfahren Rudolph's, alle Freigeboren u. seit 906 mit dem Erb-Amte der Majorei von Glarus, von dem Stifte Seckingen beliehen,aufgeführt werden. Die Majorei besass die Familie bis 1256 unddie Herrschaft Creplang mit Unterbrechung bis 1651, auch besass