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durch Diplom vom 9. Sept. 1554, unter Bestätigung des alten Adelsund Wappens, das Indignat in Schlesien und Böhmen. Hans Bene-dict Breill, v. Reichell, geb. 1677 und gest. 1741, fürstl. schleswig-holsteinischer Oberst, kaufte 1713 die Schlanzer Güter bei Breslau.Aus seiner Ehe mit Elisabeth Ereiin v. Schmettow liinterliess der-selbe einen Sohn: Carl Wilhelm, geb. 1728 und gest. 23. Oct. 1790,k. preuss. Rittmeister a. D. und Landschafts-Director des breslauerFürstenthums, welcher, vermählt mit Henriette Gottliebe v. Netz,der letzte männliche Sprosse seines Geschlechts war. Aus seinerEhe stammten nur zwei Töchter, Charlotte, geb. 1771 u. gest. 1837,Erbin der Güter, venu, mit dem k. preuss. Major Carl Conrad Leo-pold Joachim v. Tschirschky, s. den vorstehenden Artikel und Wil-helmine Amalie, geb. 1777 und gest. 1810, Gemahlin des Hans v.Eisenhardt, — Hamen und Wappen kamen, s. oben, an den älterenSohn des Majors Carl Conrad Leopold Joachim v. Tschirschky, an:Benno Freiherrn v. Tschirschky-Reichell, geb. 1810, Majoratsherrnauf Schlanz, Kreiselwitz, Haberstroh und Sirnig, k. pr. Rittmeisterim ersten schweren Landwehr-Cavalerie-Regimente, Mitglied des k.preuss. Herrenhauses auf Lebenszeit, venu, in erster Ehe 1842 mitMaria Grf. v. Renard a. d. II. Gross.-Strehlitz, geb. 1826 und gest.1847 und in zweiter 1857 mit Emma Sartoriusv. Schwanenfeld, geb.1829. Aus der ersten Ehe stammt, neben einer Tochter, Euphemia,geb. 1846, ein Sohn, Mortimer, geb. 1844, auch wurde in der zweitenEhe der Stamm fortgesetzt. Der jüngere Bruder des Benno Freih.v. Tschirschky-Reichell ist: Fedor Carl Lothar v. Tschirschky, Be-sitzer von Doltzig bei Sommerfeld, k. preuss. Lieutenant a. D.
Freih. v. Ledebur, III. S. 46. — Geneal. Taschenb. d. freih. Häuser, 1858, S. 777 — 79, 1862,S, 826 und 27 u. ff. Jahrgg.
Tschischwitz , Zschischwitz ( Schild von Blau und Roth geviertund mit einem Querbalken überlegt, welcher in zwei Reihen, jedevon fünf Plätzen, von Roth und Blau geschacht und oben sowohl alsunten mit Silber schmal eingefasst ist). — Altes, schlesisches Adels-geschlecht, nach Einigen meissenschen Ursprunges, welches nacheinem gleichnamigen Sitze bei Würzen genannt worden sein soll,doch tindet sich in dieser Gegend ein Gut dieses Hamens jetzt nichtvor. — Bereits im 14. Jahrh. machte sich eine Linie des Geschlechtsin der Grafschaft Glatz ansässig, wo Gabersdorf die älteste Besitzungwar, auf welcher bereits um die Mitte des 15. Jahrh. die BrüderHeinrich, Christoph u. Hans v. Tschiwitz, welche 1449 vom HerzogeHeinrich einen Gnadenbrief über ihre Erbgüter in der GrafschaftGlatz erhalten hatten, wohnten. Um 1547 war unter Anderen Bal-thasar v. Tschischwitz und Gabersdorf, Landeshauptmann des Mün-sterbergischen Fürstenthums, bekannt und nicht lange nachher setzteein v. Tschischwitz u. Gabersdorf sein Geschlecht in der GrafschaftGlatz fort und die Hachkommenschaft blühte noch zu Gauhe's Zeiten.Die Schlesische Linie stammte nach öinapins von Hicol v. Tschoss-witz (wie der Haine auch geschrieben wurde), und sass zuerst zuGross-Wangern und zu Baerwalde im Miinsterbergisclien. Aus dem