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9 (1870) (Steinhaus - Zwierlein)
Entstehung
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u. sind zu hohen Ehrenstellen gelangt. Friedrich Albrecht v.T. starbals Generalmajor 1803 und Carl Wilhelm v. T. wurde 1789 k. preuss.Generalmajor und Chef eines Dragoner-Regiments und starb 1803.Christian August v. T. war um 1837 k. preuss. Geh. Ober-Tribunal-Rath u. s. w. Als begütert im Kgr. Preussen nannte Hauer 1857folgende Glieder der Familie: v. Tschirschky, K. Landrath BeizigerKreises auf Glien im Kr. Zauche-Beizig; Heinrich v. T., Lieutenanta. D., auf Kobelau im Kr. Rimptsch; v. T., K. Landrath a. D., aufRieda bei Görlitz und Theodor v. T., Lieutenant a. D., auf Dölzigbei Sorau. Im Anfange dieses Jahrh. ist die Familie auch nachSachsen gekommen und zwar zunächst in die Oberlausitz, wo dieselbedas Gut Wanscha erwarb. Sprossen der sächsischen Linie traten ink. sächs. Hof-, Militair- und Staatsdienste. Ein v. Tschirschkyund Boegendorff stai'b als k. sächs. Kriegsrath; Carl Friedrich Augustv. T. u. B., Major von d. A., wurde Hofmarschall, Kammerherr undChef der Hofhaltung Sr. K. Höh. des Prinzen Georg; Otto Julius v.T. u. B. stieg zum Geh. Finanzrath und Vorsitzenden bei der Staats-Eisenbahn-Direction und Adolph Leopold v. T. u. B., k. sächs. Haupt-mann, war in neuester Zeit im Generalstabe angestellt.

Sinapius, T. S. 1000 und Tl. S. 1075. Gauhe, I. S. 2624. Zedier, 45 S. 1385. N. Pr.A.-L. IV. S. 281. Freih. v. Ledebur , III. S. 36 und 352. Siebmacher, V. 75: Die Tschierschky,Schlesisch. W. 11. d. Sachs. Staaten, IV. 91. Sclilcs. \V. B. 23. 104. Kneschke, III. S. 422und 23.

Tschirschky - Reichell, Freiherren (Schild geviert: 1 und 4 in

Roth ein vorwärts gekehrter, schwarzer Büffelskopf, durch dessenRase ein goldener Hing gezogen ist (Tschirschky) und 2 und 3 vonSchwarz und Gold quergetheilt, mit einem aufrecht stehenden, dop-pelt geschweiften Löwen von gewechselten Farben , der in den Vor-derpranken eine Sichel hält: Reichell). Allerhöchste Genehmigungdurch Gabinets-Ordre vom 13. Mai 1838 für Benno v. Tschirschky,in Folge testamentarischer Verfügung seiner Mutter, Charlotte Freiinv. Reichell, den Kamen und das Wappen der erloschenen Freiherrenv. Reichell mit seinem angeborenen Kamen und Wappen zu ver-einigen. Das ausgestorbene freiherrliche Geschlecht von Reichell,s. auch den Artikel: Reichel, Reichell, Freiherren, Bd. VII. S. 413,stammte aus Polen, von wo dasselbe um 1340 durch Johannes vonReichell nach Schlesien verpflanzt wurde. Vier Jahrhunderte langsass immer ein Herr v. Reichell im Rathe der Stadt Breslau und sozählt die Familie fünfzehn Rathsherren, sieben königliche Männerund Landes-Aelteste und zwei kaiserliche Landeshauptleute des Für-stenthums Breslau zu ihren Vorfahren. Hans Wilhelm v. Reichell,geb. 1031 und gest. 1690, verm. mit Anna v. Rantzau, war fürstl.schlesw.-holstein. und bischöfl. lübeckscher Geh. Rath und Oberamt-luann des Bisthums Eutin und auch in Kriegsdiensten zeichneten sichSprossen des Geschlechts aus. Carl Briedo v. R., geb. 1683, warschlesw.-holsteinischer General und Gesandter in Schweden. In derSchlacht bei Oudenarde fochten 1708 vier Herren v. Reichell, vondenen drei fielen. Kachdem die Familie einen mehr als zweihundert-jährigen Grundbesitz nachgewiesen, ertheilte derselben K. Carl V.