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9 (1870) (Steinhaus - Zwierlein)
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desselben, Ludwig Eduard v. Tschepe, Herr auf Broniewice undWierzejewice im posenschen Kr. Mogilno, starb 1844 als Landschafts-nitli und der Sohn des Letzteren, Ludwig v. Tschepe, besass noch1856 die genannten, väterlichen Güter.

Freih. v. Ledebur, III. S. «35.

Tscliernembl, Tschernembel, auch Tscliervenibel, Herren (Schildgcviert, mit silbernem Mittelschilde und in demselben ein von Rothu. Schwarz in drei oder vier Reihen gerauteter, schräglinker Balken:Stammwappen des Geschlechts, welches eines Stammes und Wap-pens mit den v. Neuhaus am Karst und den abgestorbenen v. Ecken-stein war. 1 und 4 in Roth ein silberner Adler, mit linkskehrendemKopte, goldener Krone, Schnabel und Füssen, der mit einem vonSchwarz und Roth in drei Reihen gemuteten, schräglinken Balkenbelegt ist: nach Speiier: Gnadenzeichen, nach v. Meding: Wappendes Herzogthums Kram, dessen Erbschenken die Herren v. Tscher-nembel waren und 2 und 15 in Silber ein roth gezäumter, schwarzerl'ferdekopf und Hals: ausgegangenes Geschlecht v. Hopfenbach oderHoppenbach). Altes, schon in der Mitte des 12. Jahrhunderts imHerzogthume Krain vorgekommenes Rittergeschlecht, welches, demHerrenstande zugerechnet, die Herrschaften Stattenberg und Pop-persdorf in Steiermark besass und mit dem Erbschenken-Amte desHerzogthums Krain und der Windischen Mark, welches Amt im 15.Jahrh. noch die Herren von Osterwitz verwalteten, bekleidet war.Das Stammsehloss, Herrschaft und Stadt Tschernembel Hegt zehnMeilen von Laibach und soll um die Mitte des 12. Jahrh. von Ottov. Karstberg erbaut worden sein, welcher das Schloss nach demnahen Tschernembel nannte und diesen Namen selbst annahm. DieNachkommen breiteten sich auch in Oesterreich aus, wo sie um 167(5ausstarben, worauf Schloss und Herrschaft Tschernembel an dieSchweigger gelangten. Die Stadt Tschernembel, in welcher sicheine Comthurei des deutschen Ordens befand, kam schon 11573 andie Grafen v. Görtz und nach Abgang derselben an den Landes-fürsten.

Bucelini Stemmatogr. P. II. Prevenhüber, Annal. Styrens. S. 337, 345 u. 347. Valvasor,L. 2. Gaulie, II. S. 1194 u. 95. - Zedier, 45. S. 1371 u. 72. Schmutz, IV. S. 225. Sieb-macher, I. 21: Freih. v. Tscliernembl. Spener, S. 361 u. Tab. 14. v. Meding, III. S. 68082.

Tscherny (Schild von Silber und Roth geviert, ohne Bilder).Altes, schlesisches Adelsgeschlecht, nicht zu verwechseln mit deralten, böhmischen Familie Czernin. Hippolytus v. Tscherny oderCzerny und Saborzi, des Breslauischen Fürstenthums Landeshaupt-mann, Avar um 1567 Herr zum FuchsAvinkel unweit Neisse und zuKemnitz bei Hirschberg. Der Sohn desselben, Joachim v. Tschernyvermählte sich im genannten Jahre im 22. Lebensjahre mit einer v.Hohlberg, verw. v. Mühlheim, die ihm unter zehn Kindern acht Söhnegebar, von denen nur Einer jung starb, doch scheint der Stammschon im 17. Jahrh. erloschen zu sein.

Sinapius, I. S. 992 und 93. Gaulie, II. S. 1195. Freih. v. Ledebur, III. S« 35. Sieb-macher, I. 18: v. Tscherny, Schlesisch. v. Meding, III. S. 682.