Druckschrift 
9 (1870) (Steinhaus - Zwierlein)
Entstehung
Seite
296
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29G

Tscberny y. Edelmutli. Erbl.-österr. Adelsstand. Diplom von1797 für Jacob Tscberny, Criminalrath zu Bernau, wegen seinerMagistrats-Dienste und Militairverpflegung, mit: v. Edelmutli.

Megerle v. Mühlfeld, S. 150.

Tscliescli, Tzesclien und vorzeiten Tscliescliow (Schild vonSchwarz und Silber geviert, mit einem darüber gezogenen, rothenQuerbalken). Altes, schlesisches und niederlausitzisches Adelsge-scblecht, aus welchem Conradus de Tscboscbow bereits 1321 in Lieg-nitzischen Urkunden vorkommt. Balthasar und Caspar v. Tschcchbesassen 1478 die Herrschaft Amlitz bei Guben und wurden wegengebrochenen Landfriedens in die Acht erklärt. Ersterer lebte noch1512 als Land-Richter in der Niederlausitz. In Schlesien stand derFamilie noch in der ersten Hälfte des 17. Jahrh. als alter Stammsitzdas Gut Krippitz im Briegischen Fürstenthume zu. Von Friedrichv. Tschech, Herrn auf Krippitz und Damnielwitz, stammte aus derEhe mit einer v. Pannwitz: Johann Theodor v. Tschech, geb. 1595und gest. 1649, welcher zu seiner Zeit durch mehrere mystischeSchriften, die meist nach seinem Tode gedruckt wurden, sich bekanntmachte. Im Besitze des Rittergutes Drelina unweit Sorau blühtedie Familie in der Nieder-Lausitz noch in das 18. Jahrh. hinein undsass zu Drelina noch 1720. Nach dieser Zeit ist nach Allem deralte Stamm ausgegangen.

Lucae Schlesisctie Denlaviirdigk. S. 509. Sinapius, I. S. 991 und II. S. 1071. Gauhe, I.S. 2616. Zedier, 45. S. 1374. Freih. v. Ledebur, III. S. 35 und 36. Siebmacher, I. 69:v. Tzcschen, Schlesiscli. v. Meding, III. S. 682: Tschech, vorzeiten Tschechow.

Tscheterwang , Zetterwang ( in Roth ein aus dem Schildesfusseso aufwachsender, vorwärtssehender Mönch in grauer Ordenskleidung,dass man die Füsse nicht sieht u. welcher in jeder Hand einen Zipfeleiner silbernen Decke oder eines weissen Tuches so hält, dass das-selbe in der Höhe über seinem Kopfe einen halben Zirkel bildet).Altes, schlesisches im 16. Jahrhundert noch vorgekommenes Adels-geschlecht, welches 1580 im Falkenbergischen zu Guschwitz sass.Dasselbe kommt zuerst 1366 vor.

Sinapius, I. S. 993 und II. S. 574. Zedier, 61. S. 871. Freih. v. Ledebur, III. S. 36.Siebmacher, I. 60: v. Tscheterwang, Sclilesisch. v. Meding, III. S. 682 und 83.

Tsclietselian, Tscliettscliau ( in Silber ein grüner Löwe). Altes,schlesisches Adelsgeschlecht, eines Stammes und Wappens mit denv. Mettich. Die Familie sass 1540 zu Halbendorf im Oppelnschenund 1640 zu Gortsch im Strehlensc-hen.

Freih. v. Ledebur, III. S. 36.

Tscheterwitz (in Roth ein Mohren-Brustbild). Altes, früher zudem schlesischen Adel zählendes Geschlecht.

Sinapius, I. S. 993. Siebmacher, 1.52: Die Tscheterwitz, Schlcsisch. v. Meding, III. S. 683.

Tsclietsclike ( in Blau ein silbernes Patriarchen- oder ungari-sches Kreuz, dessen unterster Balken halb geknickt ist und zwargeht die Krücke niederwärts, oder: der linke Arm des Doppelkreuzesist nach unten verlängert). Altes, dem polnischen Stamme Swien-