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den Fürstlichen Titel annahm. Derselbe, Fürst Johann Wilhelm I.,geb. 1100, k. k. Geh. Rath, Erbland-Holineister in Oesterreich, Erb-Landmarsctall in Tirol nnd bis 1730 Reicfishofrath, hatte sich inerster Ehe 1722 vermählt mit Maria Anna Josepha Grf. Ungnad v.Weissenwolif, gest. 1729, aus welcher Ehe nur eine Tochter, MariaRosalia Ernestina, am Leben blieb. Die zweite Ehe mit Maria Fran-zisca Grf. v. Mansfeld war kinderlos. Die drei Brüder des FürstenJohann Wilhelm 1. waren: Graf Anton Ernst, Ritter des Maltheser-Ordens und k. k. Kämm., Graf Johann Joseph, geb. 1704, Domherrzu Salzburg und Passau, Abt zu Peckard in Ungarn u. Graf LudwigFranz, geb. 1713. An Letzteren kam später die Fürsten würde undmit dem Fürsten Johann Wilhelm IL, welcher 31. Oct. 1775 ohnemännliche Erben starb, erlosch, der Mannsstamm des alten Hausesund mit der dritten Gemahlin desselben, Maria Caroline Freiin v.Hager zu Altensteig, der Letzten des fürstlichen Hauses, ist dasselbe12. Jan. 1793 gänzlich ausgestorben.
Bucelini Stemmatogr. III. S. 241. — Gr. Brandis, II. 94. — Spener, S. 352 und 552. — Gr.v. Wurmbrand, S. 273. — Hühner, II. Tab. 363 — 65. — Seifert, Geneal. Beschreib, aller lleichs-grafen, S. 6b. — Sinapius, II. S. 262. — Freih. v. Hoheneck, II. S. 726 u iL — Gaulie, 1. S.2591—93. — Zedier, 45. S. 271—8(5. — Jacobi, 1800, I. S. 450. -— Freili. v. Bedebur, HI. S. 24.
- Siebmacher, 1. 23: Trautson Freiherren, II. 16 und III. 98. — Der Durchlaucht. Welt Wappen-kalender auf 1733. Tab. 89 u. S. 51: Stammtafel u. Wappen des Fürsten v. Trautson. — Supplem.zu Siebm. W. B. VI. 2: Fst. Tr.
Trauttmansdorf, Grafen und Fürsten (Schild geviert, mit vonRoth und Silber der Länge nach getheiltem Mittelschilde, und indemselben schwebend eine Rose von gewechselten Tincturen: Stamm-wappen; 1 von Silber und Roth sechsmal schrägrechts getheilt: Cas-telalt; 2 und 3 in Silber drei übereinander schwebende, rothe Hütemit herabhängenden, zugeknöpften Bändern: Höltzler und 4 vonRoth, Silber und Gold halb in die Länge und ganz quergetheilt:Kirchberg). — Reichsgrafen - und Fürstenstand. Grafendiplom von1623 für Maximilian Freiherrn v. Trauttmansdorf (1019 Abgeord-neten auf dem Kaiserwahlconvente) und für die Brüder desselben,Sigismund Friedrich und Johann David Freih. v. Tr., zugleich mitVerleihung des Oberst-Erbland-Hofmeister-Amts an die Familieund Reichsfürstendiplom von 1805 für Ferdinand Reichsgrafen v.Trauttmansdorff (Trauttmannsdorff), k. k. Kämmerer, Geh. Rath undStaats- und Conterenz-Minister, nach dem Rechte der Erstgeburt.
— Altes, nach Einigen aus Steiermark, nach Anderen von den ehe-maligen Grafen von Tirol stammendes, böhmisches und österrei-chisches Geschlecht, welches schon 984 bekannt gewesen soll.Zu Ende des 13. Jahrhunderts kommt das Geschlecht in Oester-reich urkundlich vor und besass in Steiermark das gleichnamigeSchloss, so wie in Niederösterreich ein anderes desselben Namens. —Die Familie breitete bald sich weit aus: in der zwischen Rudolph v.Habsburg und dem Könige Ottocar IL von Böhmen bei Laa auf demMarchfelde unweit Wien 1278 gelieferton Schlacht fielen 14 Sprossendes Stammes und nach der zwischen dem Gegenkaiser Ludwig vonBayern u. Friedrich dem Schönen von •Oesterreich 1322 bei Mühldorfgeschlagenen Schlacht lebten von Achtzehn in derselben kämpfen-
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