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Trautmann (im Schilde drei über das Kreuz gelegte Streitkolben).Ein nach Anfange des 17. Jahrhundert in Meklenburg vorgekommenesAdelsgeschlecht. — Magnus u. Ernst v. Trautmann zu Gross-Schön-feld wurden 16U3 zur Ritterschaft des Landes Stargard gerechnet.
Freih. v. Ledebur, III. S. 24 und 351.
Trautson, Trautson za Falckenstein, Trautsohn, Freiherren,Grafen u. Fürsten (Schild geviert mit blauem Mittelschilde und indemselben ein silbernes Hufeisen. 1 in Gold ein schwarzer Doppeladlermit kaiserlicher Krone und mit silbernem, mit einem 11. bezeichnetenBrustschilde; 2 in Roth ein silberner Querbalken und im Felde eindreispitziger Felsen, auf welchem ein Falke von natürlicher Farbesitzt; 3 in Silber auf einem schwarzen Dreiberge ein schwarzer Hahnu. 4 in Gold ein halber schwarzer Bock, unten mit rothen Flammen).Reichs-Freiherrn-Grafen - und Fürstenstand. Grafendiplom von 1598für Paul Sixtus Freiherrn v. Trautson, kaiserl. Geh. Rath und Statt-halter in Oesterreich, mit der Freiheit Münzen prägen zu lassen undFürstendiplom von 1711 für Leopold Donatus Grafen v. Trautsonzu Falckenstein, k. k. Geh. Rath und Obersthofmeister, wegen seinesuralten gräflichen Herkommens, und zwar mit dem Uebergange aufdie Erstgeburt. — Altes, tiroler Rittergeschlecht, welches im 16.Jahrhunderte unter K.Maximilian II. nach Oesterreich kam, seit 1452die Erbmarschall-Würde in Tirol und seit 1620 das Oberste Erb-Hofmeister-Amt in Rieder-Oesterreich besass. — Zuerst wird meistBartholomaeus Tr. genannt, welcher um 1134 lebte und nach Gr.Brandis kommt zuerst Conrad Tr. vor, welcher in einem Diplomevon 1178 unter vielen Grafen u. Herren die oberste Stelle einnimmt.Die Rachkommen des Letzteren erhielten die Herrschaften Matray,Reifleneck und Falckenstein und nannten sich nach denselben. DieHerrschaft Matray erhielt Gervicus v. Tr. durch Vermählung undJohannes Tr. v. Matray, Ritter und Freiherr, war im 15. Jahrb. beidrei Kaisern Geh. Rath, ObersOHofmarschall und Burggraf, in Tirol.Vom Grafen Paulus Sixtus, s. oben, stammte Graf Johann Franz, kais.Geh. Rath, Oesterreichischer Marschall und der Rieder-Oesterr. Lan-desregierung Präsident, welcher 1663 starb und zwei Söhne, FranzEusebius u. Leopold Donatus hinterliess. Franz Eusebius, k. k. Geh.Rath u. Oberst-Erbland-Hofmeister starb 1718 im 88. Lebensjahre u.von seinen Söhnen tvar Franz Anton, k. k. Kämm,, gest. 1738, un-vermählt, der jüngere aber, Vitus Eusebius, Domherr zu Passau undOlmiitz, insulirter Propst äd St. Johann. Baptistam zu Sambeck inUngarn und des Kgr. Ungarn Prälat, Inhaber der Herrschaft undPröpstei Steinach, hatte die Trautsonschen Herrschaften und Gütergeerbt und wurde 1738 mit denselben belehnt. Der Bruder des FranzEusebius: Leopold Donatus, kais. Geh. Rath und Ober - Kämmerer,erhielt, s. oben, 1711 den Reichs-Fürste'nstand und wurde im folgen-den Jahre zum Reichshofraths-Präsidenten ernannt, nahm, aber dieseStelle nicht an. 1715 wurde er Ober-Gouverneur des Banco-Collegiizu Wien. Derselbe starb 1724 u. hinterliess vier Söhne, von welchemder Aelteste in Folge des Kaiserl. Diploms über die Fürstenwürde