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Teuffenpaeh zu Mairliofen, Teull'eiipacli oder Teuffenbacli zuMayrhofen, Freiherren (Stammwappen: Schild von Roth, Silber und
Schwarz in die Länge oder pfahlweise getheilt. Auf dem gekröntenHelme zwei Adlersflügel, von welchen der zur Rechten von Schwarz,Silber und Roth und der zur Linken von Roth, Silber und Schwarzpfahlweise getheilt ist. Freiherrliches Wappen: Schild geviert, mitdas Stammwappen zeigendem Mittelschilde. 1 und 4 in Silber dreischwarze Wecken so zusammengestellt, dass sie gleichsam einenschrägrechten Balken bilden und an die Ecken des Feldes stossen:Wappen der ausgestorbenen v. Seiseneck, Freiherren v. Weiteneck,vorzeiten v. Allendorf genannt, durch Heirath an die v. Teuffenpaehgekommen und 2 und 6 in Blau ein gekrönter, goldener Löwe: beider Erhebung der v. Seiseneck in den Freiherrnstand verliehen. Vonden beiden auf dem Schilde stehenden Helmen trägt der rechte denSchmuck des Stammwappens). — Eins der ältesten u. angesehenstensteiermärkischen Adelsgeschlechter aus dem gleichnamigen Stamm-sitze zwei Meilen von Murau, welches nach Bartschens Angabe imLandhause zu Grätz „Teuffenpaeh" geschrieben ist. — Vom GrafenWurmbrand wird zuerst Hartwig v. T. genannt, welcher in einemvom Herzoge Leopold in Oesterreich 1202 dem Kloster St. Lambertigegebenen Privilegium als Zeuge auftritt, doch beginnt Bucelinus dieordentliche Stammreihe erst um 1246 mit Herrmann v. Teuffenbacliin Meyerhofen. — Von den Kachkommen desselben wendete sich zuden Zeiten des K. Ferdinand I. eine Linie nach Oesterreich, brachtedie Herrschaft Heydersdorff im Wiener IVaide an sich und hatte be-reits 1537 den Freiherrnstand erlangt. — Freih. Christoph starb1598 als kaiserlicher Feldmarschall, nachdem er sich in Ungarngegen die Türken durch seine Tapferkeit sehr ausgezeichnet hatte.Von ihm stammten zwei Söhne: Freih. Rudolph u. Freih. Friedrich.Freih. Rudolph stieg zum kais. General-Feldmarschall u. G eneral-Haus-Feld- u. Landzeugmeister, Freih. Friedrich aber, geb. 1585, erst kais.Kammerherr, später in denBöhmischen Unruhen der ProtestantischenStände in Mähren General, kam, angeklagt, dass er die UngarischenStände zu einem Bündnisse wider den Kaiser habe bewegen wollen,in Gefangenschaft und wurde 1621 zu Insbruclc in einem Sessel ent-hauptet. Der Sohn des Letzteren, Freih. Rudolph IL, trat wiederzur katholischen Religion über und kam bei dem K.Ferdinand 11. zu.grossem Ansehen. Später, um 1640, kommt Freih. Ortolph als kais.General vor und Freih. Maximilian Ernst, kais. General-Amts-\er-walter der Croatischen Meer-Grenzen, wie auch Ober-Hauptmannund Commandant zu Zengh und später Generalmajor, wurde 1718,nach dem Passarowitzer Frieden, zum ersten Grenz-Scheidungs-Ooni-missarius ernannt. Ueber das Fortblühen des Stammes sind genaueKachrichten.nicht aufzufinden, doch hat derselbe wohl fortgeblüht.Kach v. Hellbach besass das Geschlecht den gleichnamigen RittersitzMaass und in neuer Zeit standen in der k. k. Armee Albin, Arthurund Emanuel Freiherren v. Teuffenbacli zu Liehenbach und Massweg.
Bucelini Stcmmatogr. P. ITT. — Spener, Lib. 2. c. 97. S. 54-7. — Gr. v. Brandis, Nr. Gl. —Brevenhueber, S. 377. — Gr. Wurmbrand, S. 151. — Gauhc, I. S. 2539 — 41 und II. S. HG!—GG.