Druckschrift 
9 (1870) (Steinhaus - Zwierlein)
Entstehung
Seite
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Freih. Ignaz, geb. 1812, grossh. toscan. Kammerherr, verm. 1841mit Sophie d'Arabet, geb. 1823, aus welcher Ehe drei Söhne ent-sprossten, die Freiherren: Alfred, geh; 1843, Ernst, geb. 1845 undLeopold, geb. 1847. Aus der zweiten Ehe des Freiherrn Antonstammen, neben zwei Töchtern: Freiin Catharina, geb. 1814, verm.1832 mit Eduard v. Adelburg, k. k. General-Consul in Syrien undFreiin Theresia, geb. 1816, verm. 1833 mit Eduard v. Kletzl, k. k.Hof- und Ministerialrat]! in Wien, zwei Söhne: Freih. Theophil, geb.1820, Dolmetscher bei der k. preuss. Gesandtschaft in Constantinopelund Freih. Carl, geb. 1823, k. k. Major im Geniestabe. — Kächst-dem leben noch mehrere Sprossen des Stammes, Kinder und Enkeldes 1849 verstorbenen Freiherrn Bartholomäus — Sohn des Freih.Heinrich, Bruders des Freih. Anton -— aus der Ehe mitAmalie FreiinBersina v. Siegenthal, geb. 1802 und verm. 1820.

Megerle v. Mühlfeld, S. 89 und 149. — Geneal. Taschenb. d. freih. HHuser, 1853, S. 470, 1855,S. 623 und 24, 1864, S. 851—53 u. ff. Jahrgg. — Kneschke, I. S. 411.

Tettau, Tettaw, auch Freiherren (in B.oth drei silberne, übereinander stehende Wolfszähne, welche aus dem linken Schildesrande,nach unten, neben einander nach der rechten Schildesseite hervor-ragen. Von Varianten sei nur erwähnt, dass nach Siebmacher'sDeclaration der Schild von Both und Silber durch drei aufsteigendeSpitzen quergetheilt ist). — Eins der ältesten, schon im 10. Jahrh.bekannten böhmischen Kitterstands-Geschlechter, eines Stammes u.Wappens mit den alten böhmischen Grafen v. Kinsky. Aus Böh-men, wo die Familie bereits 1306 in den Herrenstand aufgenommenworden war, kam dieselbe nach Mähren. Das alte, edle Herkommenund der Herrenstand des Stammes sind früher mehrfach bestrittenworden, so'1402 auf dem Landtage zu Brünn in Mähren, 1459, 1461,1482 und 1522, doch hat, wie Siebcnkees näher angiebt, die Familieimmer über ihre Gegner rühmlichst gesiegt und die besten Zeugnisseihres alten Herrenstandes erhalten. — Die eine Linie des Stammesblieb in Böhmen und Mähren und nannte sich v. Kinsky und Tettau,die andere verliess diese Länder und behielt den Kamen „Tettau"allein bei. Erhard und Hans v. Tettau verschrieben sich 1315, ihreGüter in Mähren zu verkaufen und das Geld anzuwenden, um sichin der Markgrafschaft Meissen anzukaufen. Einige Zeit nachherkamen sie ins Voigtland, wo sie 1400 das Schloss Voigtsberg, nebstOelsnitz, Adorf u. Neukirchen, als Pfandbesitzungen von dem Landes-herrn, gegen Erlegung von 1000 Fl., inne hatten. Einer von diesenVoigtländern, Werner v.T., ging 1404 mit einer ansehnlichen Mann-schaft nach Preussen, um dem deutschen Orden Dienste zu leistenund ihm folgten mehrere seines'Geschlechts. Endlich liess sich eineLinie daselbst ganz nieder, wurde stark begütert und schwang sichzu Civil- u. Militairwürden empor. Der andere Ast blieb im Voigt-lande und breitete mit der Zeit sich auch in Meissen aus. In derOberlausitz, in welche das Geschlecht aus Böhmen gekommen war,sass die Familie bereits zu Anfange des 15. Jahrh. zu Gross-Biesnilzbei Görlitz, auch liegt bei Hoyerswerda ein den Kamen des Ge-