Druckschrift 
9 (1870) (Steinhaus - Zwierlein)
Entstehung
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ein aufwachsender, brauner Edelhirsch mit achtendigem Geweiheund unten von Schwarz und Silber geschacht. Gräfliches AVappen:Schild geviert mit geviertem Mittelschilde u. mit das Stammwappenzeigendem Herzschilde. Mittelschild: 1 in Silber ein aus dem unte-ren Rande des Feldes aufsteigender, gerüsteter Arm, in der Faustmit einem nach ein - und unterwärts gerichteten Schwerte; 2 in Rotheine goldene, fünfzackige Krone; 3 in Blau eine silberne Säule und4 in Gold ein einwärts gekehrter, schwarzer Löwe: bei Verleihungdes Preussischen Grafenstandes verliehen; Rückenschild: 1 u. 4 inSilber der gekrönte, schwarze preuss. Adler, auf den Flügeln mitden Kleestengeln und 2 u. 3 in Gold vor einem grünen, roth befruch-teten , oben offenen Lorbeerkranze ein aufrecht gestelltes Schwertmit goldenem Griffe: A r ermehrung des Wappens vom 3. Juni 1814). Grafenstand des Kgr. Preussen. Diplom vom 5. Aug. 1791 fürFriedrich Bogislaus Emanuel v. Tauentzien, k. preuss. Obersten unddann Flügeladjutanten und vom 3. Juni 1814 für Denselben als k.preuss. General der Infanterie und commandirenden General desdritten Armeecorps mit dem Ehrennamen: v. AVittenberg und mitA T ermehrung des AVappens. Die v. Tauentzien werden aus demalten böhmischen Adelsgeschlechte v. Schwichow hergeleitet. AntonFerdinand AA r enzel v. Schwichow erwarb im 15. Jahrhundert das GutTauenzin im Lauenburgischen und nahm von demselben den Kamen:Tauenzin, Tauentzien, an. Herzog Barnim in Pommern belehnte 30.Juli 1601 Lucas den Aelteren v. Schwichow mit seinen A 7 ettern,Claus Simon und Lucas den Jüngeren, mit dem Gute Tauentzien.Ersterer, Lucas der Aeltere, beginnt die fortlaufende Stammreihe desGeschlechts, welches, neben anderen Gütern, im Lauenburgischenauch Merzin und Gross-Perlin an sich brachte und in neuerer Zeitauch im Brandenburgischen ansehnlichen Grundbesitz erwarb.Im 18. Jahrb. wurde die Familie durch Bogislaus Priedrich v. T. undim 19. durch Friedrich Bogislaus Emanuel v. T. sehr berühmt.Bogislaus Friedrich v. T., geb. 1710 zu Tauentzien und gest. 1791,k. preuss. General der Infanterie u. s. w., erhielt durch die schlesi-schen Kriege und durch den siebenjährigen Krieg reiche Gelegenheit,Tapferkeit und Feldherrntalent zu bewähren. Die bei Molwitz 1740gelieferte Schlacht, die Belagerung und Einnahme von Prag, dieSchlachten bei Hohenfriedberg 1745 und bei Kollin 1757, ganz be-sonders aber die A r ertheidigung von Breslau gegen Laudon 1760und die Einnahme von Schweidnitz bewährten ihn als Held im vollenSinne des AVorts, welcher das ihm gesetzte Denkmal auf dem nachihm genannten Platze vor dem Schweidnitzer Thore in Breslau sehrwohl verdiente. Aus seiner Ehe mit Charlotte v. d. Knesebeckstammten, neben vier Töchtern, zwei Söhne. Die vier Töchter kamendurch Vermählung in die Familien der Grafen v. Ilaugwitz, v. Schmet-tau und v. Hoym, so wie der Familie v. Kleist, aus welcher späterdie Grafen Kleist vom Loss hervorgegangen sind. Der ältere Sohnstarb als Major a. D. auf seinem Gute Ralckow im Kr. Sternberg,welches Gut nach Rauer 1857 noch einem v. Tauentzien zustand, der