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9 (1870) (Steinhaus - Zwierlein)
Entstehung
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peil in Abbildungen und Siegeln zeigt, ist besonders eine, welcheauch Dienemann angegeben hat, zu erwähnen: der Löwe im Schildetritt nämlich auf eine Krone. Diese Annahme scheint durch einMissverständniss entstanden zu sein. Es wurde nämlich der Familiev. Taubenheim von dem römischen Könige Ferdinand (nachmaligemK.Ferdinand I.) in Betracht ihres altadeligen u. langhergekommenenGeschlechts, auch erzeigter Dienste, zu Hagenow, 26. Juli 1540, einverbesserter Wappenbrief und zwar namentlich den Gebrüdern undVettern v. TaubenheimChristophen zu Bedra, Rittern, Jacoben,Haubol'den, Dietrichen, Haugen u. Bernhardten" ausgefertigt. Fachdiesem Wappenbriefe sollte das Wappen drei goldene Kronen zeigen:die eine auf dem Kopfe des weissen Löwen, welcher im Schilde übersich steht, die andere auf dem Turnierhelme und die dritte auf desLöwen Kopfe, welcher auf dem Helme über sich gestellt ist. Wahr-scheinlich sind diedrei Kronen" nicht so genommen worden, wiesie genommen werden sollten). Grafenstand des Kgr. Württemberg.Diplom vom 6. April 1859 für Wilhelm August Freiherrn v. Tauben-heim, Besitzer des Rittergutes Hohen-Entringen im Württembergi-schen, Kammerherrn und königl. Oberst-Stallmeister. Eins derältesten meissenschen Adelsgeschlechter, welches später aus Sachsennach Preussen, Hessen, Braunschweig und Württemberg gekommenist. Der Farne des Geschlechts tritt urkundlich schon im 12. Jahrh.auf, und zwar bei Gründung des deutschen Ordenshauses Wechsel-burg. Als Stammhäuser der Familie werden die beiden gleichna-migen Rittersitze bei Meissen und Rochlitz genannt und später brei-tete die Familie sich namentlich aus dem Hause Bedra bei Freiburgan der Unstrut aus, welches Gut über vier Jahrhunderte im Besitzeder Familie war. In Schlesien, Hessen und Braunschweig kam dasGeschlecht schon im 16. und in Preussen im 17. Jahrhunderte vorund in den letzten Jahrzehnten des 18. Jahrh. gelangte es auch nachWürttemberg. Haugold (Haupold) v. Taubenheim erscheint ur-kundlich 1429 als Hofmeister am kursächs. Hofe u. Hugo v. T. 1464in demselben Amte; Sophia v. T. war 1492 Aebtissin des KlostersDöbeln; Hans und Jahn v. T. wurden vom K. Carl V. 1524 zu Rit-tern geschlagen; Hans v. T., kursächs. Rath, seit 1517 Visitator derUniversität Wittenberg und seit 1528 der sämmtlichen sächsischenKirchen, wurde 1530 zum Reichstage nach Regensburg gesendet undChristoph v. T., gest."1539, erster Rath des Kurfürsten Johann Fried-rich zu Sachsen, bcrietk den Kurfürsten bei den wichtigsten Landes-und Religions- Angelegenheiten. Um diese Zeit war nach GauheChristoph v. T. h. braunschw. Minister, Dietrich v. T., Amtmann inBrehna, hatte als Pfandschilling vom Herzoge Heinrich zu Braun-schweig das grosse Amt Königslutter inne und Jacob v. T. auf Bedra,Bendorff u. s. w. war kaiserlicher Oberst, zu welcher Würde auchder Sohn desselben, Jonas v. T., kaiserl. Kriegsrath, stieg. VonLetzterem stammte Christoph v. T., Herr auf Bedra, Bendorff u. s. w.,kursächs. Rath und Hauptmann der Aemter Freiburg und Eckardts-berge, dessen Enkel, Johann George v. T. auf Bedra, Bendorff u. s.w,