Druckschrift 
9 (1870) (Steinhaus - Zwierlein)
Entstehung
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Herrschaften Rottenburg und Neuhaus, Herr und Landstand in Böh-men, Mähren, Schlesien, Oesterreich ob der Ens und Tirol, Oberst-Landjägermeister in Tirol und erster Verordneter des Herrenstandes,verm. 1806 mit Crescentia Ereiin v. Taxis - Bordogna und Villnigra,geb. 1770 und gest. 1817. Aus dieser Ehe lebten noch in neuesterZeit: Grf. Crescentia, geb. 1796 und Grf. Ottilie, geb. 1801, Herrinder Herrschaften Kampan, Liebeneich und Neuhaus in Tirol, verm.1831 mit Franz Gr. v. Enzenberg zum Freyen- und Jöchelsthurm,k. k. Kämmerer. Da der Bruder des Grafen Aloys aus der zweitenEhe des Vaters, Graf Rudolph, geb. 1795, k. k. Kämm., Geh. Rathund Appellations - Gerichts -Präsident in Prag, Erbland-Jägermeisterin Tirol u. s. w. 6. Oct. 1846 zu Meran gestorben ist, also zwei Mo-nate vor dem Grafen Aloys, so ist der Mannsstamm des gräflichenHauses 11. Dec. 1846 mit Aloys Grafen v. Tannenberg, Freih. zuTratzberg erloschen. Die Familie ist ganz verschieden von der nie-dersächsischen Familie v. Dannenberg, von der alten schwäbischenFamilie v. Tannberg, s. den vorstehenden Artikel, so wie von derneugeadelten Familie v. Wurzbach .in Wien, welcher das Prädicatv. Tannenberg" in Folge der Adelserhebung verliehen wurde.

Gaulie, II. S. 1186. Zedier, 41. S. 1709. Deutsche Grafenhäuscr der Gegenwart, III. S. 405und 406. Geneal. Taschen!), d. gräflichen Häuser, 1859, S. 849, 1864, S. 894 und 95 u. ff. undhistor. Handbuch zu Demselben, S. 983. Suppl. zu Siebm. W. B. I. 4. und II. 17. Tyroff, I.59: Fr. Hrn. v. Tannenbelg und II. 283: Gr. T. W. B. des Kgr. Bayern, II. 26 u. v. Wölckern,Abth. 2. S. 5052.

Tannenroda, Tannroda. Altes, thüringisches Herrengeschlechtaus dem Schlosse und der Herrschaft Tannroda an der Ilm zwischenKranichfeld und Blankenhayn im heutigen Justiz-Amte Berka an derIlm des Grossherz. Sachsen-Weimar, welches früher nach einem zu-stehenden Rittersitze sich Herren v. Stussfurt nannte. Mit dem Na-men v. Tannrode treten urkundlich zuerst 1231 die Brüder Conradund Friedrich v. Tannrode auf. Der Stamm blühte fort, bis Conradv. Tannrode 1433 seinen alten Stamm schloss.

Bertuchii deutsches PfÖrtisches Chronicon, S. 46. Horn, Leben Friedlich des Streitbaren,S. 653, 657 u. 783. Avemann, Kirchberg. Beschreibung, S.169 u. 220. Gauhe, II. S. 113638.Zedier, 41. S. 1729. Müller, Fortsetzung des Staats-Gabinets, I. Cap. 8. Nr. 3. S. 38082.

Tanner, später Reichsritter und Freiherren (adeliges Wappen:Schild geviert: 1 und 4 in Blau ein goldener Greif und 2 und 3 vonSilber und Roth viermal schrägrechts gestreift und FreiherrlichesWappen: Schild geviert, mit einer die beiden untersten Felder durch-schneidenden, eingebogenen Spitze und einem Mittelschilde: 1 und 4in Blau ein goldener Greif; 2 und 3 von Silber und Roth viermalschrägrechts gestreift* in der eingebogenen, silbernen Spitze aufeinem dreihügeligen grünen Berge eine grünende Tanne und im gol-denen Mittelschilde ein zweiköpfiger, schwarzer Adler). Reichs-Adelsdiplom vom K. Rudolph II. vom 12. Oct. 1596 für Hanns Tan-ner mit dem beschriebenen ersten Wappen; Vermehrung des Titelsdes fränkischen Geschlechts v. Tanner durch kaiserliches Diplom von1703 für Herrn Hans Adam v. Tanner, Markgräfl. Bayreuth. Geli.-und Landschafts-Rath und für die Brüder desselben: Stephan v. Tan-ner, kaiserl. Obersten und Commandanten des Bayreuthschen Regi-