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9 (1870) (Steinhaus - Zwierlein)
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v. Th. Tyroff, I. 226. W. 13. d. Kgr. Bayern, IX. 8: v. und zu der T., Christophsche Linieund IV. 25: Freih. v. T. und v. Wölckern, Abth. 4. S. 5759.

Tannberg, Freiherren (in Roth ein den Schildesfuss ganz aus-lullender, silberner Dreihügel, dessen mittlerer in einer geraden,silbernen Spitze bis an den oberen Schildesrand aufsteigt). Altes,schwäbisches Adelsgesclilecht aus dem gleichnamigen Stammsitzeim Passauischen, welches, von Wig. Hund zu dem bayerischen Adelgerechnet, von Burgermeister unter der schwäbischen unmittelbaren,reichsfreien Ritterschaft zwar nicht erwähnt wird, von dem aber Bu-celinus, P. IY, eine eigene Tabelle giebt, welche mit Siboth v. Tann-berg um 1124 beginnt. Sixtus v. T., seit 1473 Bischof zu Freisingen,wurde 1495 auf dem Beichstage zu Worms krank und starb auf derRückreise. Wolff v. T., gestorben 1530, war Dom-Dechant zu Passauund David v. T., kaiserlicher Kämmerer, brachte später den Frei-herrnstand in die Familie. Ueber das weitere Fortblühen des Ge-schlechts fehlen nähere Kachweise.

Wiff. Hund, II. S. 30!)14. Gauhe, I. S. 2520. - SietmacJier, I. 25: Freih. v. T.

Tannenberg, Freiherren und Grafen (Schild geviert mit Mittel-schilde. Im silbernen Mittelschilde ein rothes Castell mit zwei Thür-men, jeder mit drei Zinnen: wohl die Betten- oder Rottenburg, nachwelcher sich die Grafen v. Tannenberg als Herren schrieben. 1 u. 4in Blau zwei schrägrechte, goldene Balken, jeder mit einer schwarzenKugel belegt und zwischen den Schrägbalken ein goldener Stern:Trazberg und 2 und 3 in Roth auf einem schwarzen Dreiberge dreigoldene, abgehauene Tannenstämme, jeder mit zwei abgehauenenAesten: Stammwappen). Erbl.-österr. Reichsfreiherrn- und Grafen-stand. Freiherrndiplom vom 14. Juli 1692 für Georg v. Tannenbergund Grafendiplom vom 4. Juli 1737 für Joseph Anton Ignaz Frei-herrn v. Tannenberg, Oberösterreichischen Hofkammerrath, so wiefür die verwittwete Mutter desselben, Maria Elisabeth Helena ge-borene Freiin v. Rissenfels und für seine vier Schwestern: Josepha,Maria Helena, Maria Anna u. Maria Elisabeth Freiin v. Tannenberg. Altes, tiroler Adelsgeschlecht, in der Geschichte Tirol mehrfachgenannt, dessen ursprünglicher KämeTanauer" war. Dasselbeerhielt vom K. Sigismund am Gregors Tage 1433 den Adel, welchenspäter K. Maximilian I. bestätigte. Der Freilierrnstand kam vom K.Leopold I., wie erwähnt, I. 14. Juli 1692 in die Familie u. zwar mitdem Beinamen: v. Tannenberg u. sehr bald verdrängte der Beiname deneigentlichen Familiennamen. Aus Tirol kam nach Freih. v. Hoheneckdie Familie 1729 nach Oberösterreich und wurde der Landschafts-Matrikel einverleibt. Die Erhebung in den Grafenstand ist oben an-gegeben worden. Von dem Empfänger des Grafendiploms, dem Gra-fen Joseph Anton Ignaz, stammte Graf Ignaz, gest. 1810, Landeshaupt-mann in Tirol, venu, in erster Ehe mit Therese Grf. v. Särentheim,gest. 1790 und in zweiter mit Victoria Freiin v. Taxis-Bordogna, gest.1817. Aus der ersten Ehe entspross: Aloys Gr. v. Tannenberg, Freih.zu Tratzberg, Edler Herr zu Kampan, Schönwerth u. Liebeneich, geb.1771, gest. 11. Dec. 1846, k. k. Geh. Rath und Kämm., Herr der