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inents und Nicolaus v. Tanner, unter Versetzung in den Reichsritter-stand, mit dem Prädicate: v. Tanner Edle Herren v. Reichersdorffund Freiherrndiplom vom 15. Aug. 1710 für Dieselben! — Wegenihrer Güter wurde die Familie der Fränkischen Reichsritterschafteinverleibt, doch gelangten-die Besitzungen bald an den Markgrafenvon Bayreuth. Von den Söhnen des Freiherrn Hans Adam war einerk. poln. und kursächs. Kammerjunker und besass einige Jahre dasRittergut Ilkendorf unweit-Nossen. Derselbe hielt sich um 1740 inDresden auf.
Gaulie, I. S. 2517 u. 18 am Schlüsse des Artikels: v. d. Tann. — Megerle v. Mühlfeld, Erg.-Bd.S. 214. — v. Meding, I. S. G00 — 603: v. T. und Freih. v. T.: nach Urkunden. — Tyroff, II. 71:Frh. v. T. (Variante) und 223: v. T.
Tannhausen , Tanhausen, Thanliausen, Freiherren und Grafen
(freiherrl. Wappen: Schild geviert: 1 und 4 in Schwarz ein aus demrechten Seitenrande des Schildes hervorkommender, silberner Grei-fenfuss, mit aufwärts gegen die linke Seite gebogener Klaue: Stamm-wappen und 2 und 3 von Roth und Gold der Länge nach getheiltund mit einem. Sparren belegt, welcher im Rothen golden, im Golde-nen aber schwarz ist: erloschene Familie v. Aeckherlin, aus welcherConrad v. Thanhausen im 15. Jahrb. lebte und die letzte Aeckherlzur Ehe nahm. Das gräfliche Wappen giebt Spenex ganz so, wie dasfreiherrliche an). — Altes, aus Tirol nach Steiermark und in dasSalzburgische gekommenes Rittergeschlecht, welches Spener für eineursprünglich Bojarische Familie hält, die durch Tirol, Salzburg undSteiermark sich nach Oesterreich begab. Dieselbe erlangte im Erz-stifte Salzburg das Erbtruchsessen-Amt und in Steiermark das Erb-jägermeister-Amt, brachte in Oesterreich die Herrschaft Immendorffan sich u. breitete dann sich auch in Crain aus. — Richoldus T. lebteum 1390 und Balthasar v. T., Ritter u. Erbtruchsass, um 1407. VonLetzterem stammte Franz, Erbland-Jägermeister inKärnten, Erzbisch.Salzburg. Rath und Vice-Dom in Kärnten und von diesem Paul,welcher bei Eroberung der Stadt Erlau in Ungarn durch die Türkenfiel. Der Bruder des Letzteren, Jacob, wohnte dieser Eroberung eben-falls als Oberst des K. Maximilian II. bei. — Freih. Anton, welchernoch 1670 lebte, brachte den Grafenstand in die Familie und setztedie gräfliche Linie fort, die aber nicht lange nachher mit Johann Jo-seph Grafen v. Thannhausen im Mannsstamme wieder ausging. Dieeinzige Erbtochter, Grf. Anna Caecilie, brachte ihrem Gemahl, AloysThomas Raymund Grafen v. Harrach, zweimal hunderttausend Thalerzu. Dieselbe starb 15. Febr. 1721. ■— Das Erbland-Jägermeister-Amt in Steiermark gelangte an das Haus Dietrichstein und das Erb-truchsessen-Amt im Erzstifte Salzburg 1685 an das Haus Hamberg.
Bucelinv Stemmatogr. P. III. — Gaulie, I. S. 2542 und 43. — Zedier, 43. S. 413. — Schmutz,IV. S. 180. — Siebmaclicr, 1. 22: v. Tannhausen, Freiherren.— Spener, S. 548 U.Tab. 24 (schreibt:Thanhausen). — v. Meding, III. S. 65G—58: Freih. u. Grafen v. T.
Tannsteiu, genannt Fleisclimann , Ritter ( in Roth ein von Blauund Silber der Länge nach getlieilter Pfahl, mit drei über einanderstehenden Sparren von gewechselten Farben). Reichsritter stand.Diplom vom 7. April 1764 für Joachim Franz Tannstein, kurmainz.