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Syberg, Syberg zu Sümmern, Freiherren (in Schwarz ein gol-denes Rad von fünf Speichen). In die Freiherrnelasse der Adelsma-trikel des Kgr. Bayern eingetragen 11. Juni 1819 in der Person dosNicolaus Günther v. Syberg zu Sümmern (Simmern), vormaligen kur-cölnischen Kämmerer, w. Geh. Rath, Landstand des Herzogtli. West-phalen, Ritterrath der vormaligen Mittelrheinischen Reichsritterschaltund Besitzer von Emenerichsliof. — Altes, niederrheinisches u. west-phälisches Adelsgeschlecht, dessen ununterbrochene Stammreihe mitWilhelm v. Syberg anfängt, welcher 1252 zu Limburg lebte. DerSohn desselben, Theodorich, war 1295 Gograf zu Abbendorf und derEnkel, Hermann, 11559 He fr des Hauses zum Busch, erwarb 1371den Hof des llenneke Everde und tritt urkundlich 1377 als Ritterauf. Yon demselben stammte Johann zum Busch, welcher 1419 denBund der Ritterschaft der Grafschaft Mark besiegelte und zwei Söhnehinterliess, Herrmann, Erbe des Hauses zum Busch, verm. mit Elsev. der Capellen zu Wolmng und Johann, welcher durch Vermählungmit Else Stekke das Haus Westhowen erhielt, später Kordlünernkaufte und dessen Linie mit der Urenkelin, Elisabeth, 1601 erlosch.Hermanns Sohn, Heinrich, 1496 Herr zum Busch, theilte 1517 seineGüter unter seine beiden Söhne, Hermann und Jörge. Der ältereSohn, Hermann, aus erster Ehe mit einer v. Meerveldt, wurde 1511mit dem Hause Hagen belehnt und vererbte auf den mit Anna v.Vittinghoff erzeugten Sohn, Adrian, seine Güter, welche bis zum Ur-Ur-Enkel, Wessel Gisbert Freih. v. Syberg, welcher zu Anfange des18. Jahrhunderts in den Niederlanden lebte, in der Familie blieben.Der jüngere Sohn Heinriclfs, Jürge, erhielt durch Vermählung mitAnna v. Plettenberg 1511 das Haus Wisehling und seitdem führtedie von ihm stammende Linie, welche sich in dem damals noch deut-schen Livland niederliess, den Beinamen Wisehling, s. den nachste-henden Artikel, um das Andenken an das Stammhaus zu erhalten.Von Jürgens Söhnen folgte Barthold, welcher in Livland die Güterseiner Brüder und in Westphalen das Burghaus und die Güter zuSchwerte erwarb. Aus der Ehe mit Anna v. Lipperheide stammtenzwei Söhne: der gleichnamige Sohn, Barthold (IL), geb. 1572 undPhilipp, geb. 1574, welcher Letztere nach Westphalen zurückgingund verm. mit Agnes Elisabeth.v. Cloo zur Hennen, die Linie zuSchwerte, Sümmern und Heese fortsetzte, Barlhold dagegen pflanztedie Linie in Curland weiter fort, deren vorwaltende Schreibart inCurland und Preussen „Syburg" ist. — Die freiherrliche Familie „v.Syberg" schreibt sich nicht mehr „zu Wisehling" sondern „zu Süm-mern, während, s. d. nachstehenden Artikel, Grafen v. Syberg zuWiscbling, und zwar aus dem Stamme v. dem Broele-Plater vorkom-men. Von den früheren Sprossen der Familie haben Mehrere in derk. preuss. Armee als Stabsofficiere gestanden. Zu denselben gehörten:Friedrich Godward v. Syberg, gest. 1729 als Generalmajor und dieBrüder Friedrich Wilhelm v. Syburg, gest. 1770 und Otto Ludwigv. Syburg, gest. 1788, welche Beide Generalmajore waren. —- Wasden jetzigen Personalbestand des freiherrlichen Hauses anlangt, so