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Abstammung von der im vorstehenden Artikel besprochenen, alten,rügenschen Familie v. Suhm erhielt und mit den Gütern Grabow,Marlow und Trochendorf belehnt wurde. Dasselbe kam besondersdurch Ulrich Friedrich v. Suhm, k. dänischen Admiral, gest. 1758und den Sohn desselben, den bekannten Ilistoriographen Peter Fried-rich v. Suhm, zu grossem Ansehen. Letzterer, geb. 1728 und gest.1798, erwarb sich durch seine moralischen und gemeinnützigen Ab-handlungen, durch seine Idyllen u. Erzählungen, durch seine gründ-lichen Geschichtsforschungen und die Darstellung der Geschichteseines Vaterlandes bleibende Verdienste. Sein umfassendstes Werkist, abgesehen von vielen Anderen, die „Geschichte von Dänemark",Kopenhagen, 1 782 —1812, welche aber nur bis zum Jahre 1819reicht. — Vach st den beiden Genannten ist namentlich noch zu nen-nen: Ulrich Friedrich v. Suhm, geb. 1691 zu Dresden und gest. 1740.Derselbe kam 1720 als kursächs. Gesandter an den berliner Hof,trat mit dem damaligen Kronprinzen, dem nachherigen Könige Fried-rich 11. in enge freundschaftliche Verbindung und stand mit dem-selben auch nach seinem 1740 von Herlin erfolgten Abgange nochfortwährend in einem philosophischen Briefwechsel, welcher nachdem Tode des Königs unter dem Titel: Correspondance familiere etamicale de Frederic II. avec U. F. de S. 2 Bde., herauskam. 1737war v. S. Gesandter am k. russ. Hofe u. wollte eben in Friedrich's 11.Dienste treten, als er während der Reise zu demselben im Kovember1740 starb.
Handschriftliche Notiz. — Freih. v. Ledebur, II. S. 564. — v. Meding, I. S. 687.
Sultz, Sulz, Grafen (Schild geviert: 1 u. 4 von Silber und Rothquergetheilt, mit drei aus dem Rothen aufsteigenden, ins Silbernehineintretenden, mittelmässigen Spitzen: Grafschaft Sultz, unweitSchaffhausen und Kletgau am Ende des Schwarzwaldes und 2 und 3in Silber ein schräg'rechts gelegter, schwarzer, knorrigter Ast, obenmit einer rothen Flamme: Geschlechtswappen der Herren v. Brandis,aus welchem Geschlechte Verena 1477 die Gemahlin des GrafenAlvicus v. Sultz wurde und ihm verschiedene Herrschaften der er-loschenen Linie ihres Hauses, dessen andere Linie später gräflichwurde, zubrachte). — Altes, schwäbisches Grafengeschlecht, welchesvon der Stadt Sulz an der württemhergischen Grenze den Kamenhatte und dessen Grafschaft am Bodensee, am Ende des Schwarzwal-des, lag. Der erste Alwig v. Sulz kommt 910 vor und der Letztedes Mannsstammes, Graf J ohann Ludwig, starb 21. Aug. 1687/ —Von diesem Geschlechte war seit 1146 jeder Zeit der Aelteste desIi. r. R. Erbhofrichter zu Kottweil; in Steiermark besass das Ge-schlecht. im 13. und 14. Jahrh. den Sulzhof, früher und später gehörtedasselbe zur Schwäbischen Grafenbank und durch Maria Anna Grf.v. S. — Erbtochter des letzten Grafen Johann Ludwig aus erster Ehemit Maria Elisabeth Grf. v. Königseck in Aulendorf, welche sich1674 mit Ferdinand Fürsten v. Schwarzenberg vermählte, kam dieGrafschaft Sultz und die Landgrafschaft Kletgau an das Fürstl. HausSchwarzenberg, welches sich auch nach diesen Besitzungen schreibt.