Druckschrift 
9 (1870) (Steinhaus - Zwierlein)
Entstehung
Seite
95
Einzelbild herunterladen
 

95

schrieb sich nach den Gütern Rockitz und Ottmuth im Coselschen,welche der Familie bereits im 16. Jahrb. zustanden. Barbara v.Strzela und Ottmuth vermählte sich 1512 mit Friedrich v. Oppers-dorf u. wurde eine Stammmutter des später grällichen Hauses diesesRamens. Jaroslaus v. Strzela gut' Oberwitz unweit Gross-Strehlitzwar 1667 Landesbestallter des Fürstenthums Oppeln und 1684 De-putirter der Evangelischen Grafen, Herren und Ritter in Schlesienam Kaiserlichen Hofe und der gleichnamige Enkel desselben, erstHerr auf Soifersdorf, später auf Arnsdorf im Strehlenschen, vermähltesich 1712 in zweiter Ehe mit einer v. Eberhard, nachdem seine ersteGemahlin, eine v. Rohr, im Kindesbette gestorben war.

Balbini Miscell. Bohem. Dec. 2. libr. 1. Sinapius, I. S. 957. Gauhe, I. S. 2486 und 87.- Freih. v. Ledebur , II. S. 500 und III. S. 348. Siebmacher, I. 74: Die Strzela v. Rockitz,Schlesisch. v. Meding, III. S. 650.

Strziber&ky v. Silberberg. Erbl. - österr. Adelsstand. Diplomvon 1779 für Johann Franz Strzibersky, Oberstlieutenant bei dei' k. k.Artillerie, mit: v. Silberberg.

Megerle v. Mühlfcld, Erg.-Bd. S. 464 und 65.

Stuben, auch Freiherren (in Roth ein weisses Fenster mit gol-denem Rahmen). Altes, schwäbisches Adelsgeschlecht, welchesschon um 1100 vorgekommen sein soll u. von einigen Schriftstellern,doch unrichtig, mit dem Kamen: Stubenberg aufgeführt worden ist. Verena v. Stuben wurde 1437 Aebtissin von Sonneberg, späteraber, 1462, abgesetzt. Heinrich Stuben, Abt zu Gregorienthai undDecbant zu Miirbach, starb 1653. Die Brüder desselben, Johann Joa-chim und Johann Werner Stuben, setzten den Stamm fort und dieNachkommen derselben erhielten den Freiherrenstand. Von densel-ben lebte um 1729 Joseph Anton Freih. v. Stuben zu Oberhausen,Herr zu Zimmern als herz. Württemb. Reise-Marschall u. der Reichs-ritterschaft am Keckar Rath und Ausschuss.

Bucelini Stemmätogr. I'. III. v. Hattstein , III. S. 523 und 24. Gauhe. I. S. 2488: auchnach Bürgermeister, vom Schwäbischen Reichsadel. Zedier , 40. S. 1166. Siebmacher , I. 117v. Stuben, Schwäbisch.

Stubenberg, Grafen und Herren v. Stubenberg (Stammwappen:in Schwarz ein gestürzter, silberner Anker, mit einem durch dessenunten befindlichen Ring gezogenen, goldenen Seil, oder Haarzopf).Reichsgrafenstaud. Diplom vom 6. Mai 1742 für Wilhelm AugustHerrn v. Stubenberg auf Strassburg und Neundorf, kursächs. Geh.Rath und Staats - und Cabinets-Minister. Eins der ältesten öster-reichischen Rittergeschlechter und wohl das älteste eingeborene desHerzogthums Steiermark. Der ursprüngliche Stammsitz war dieBurg Stubenberg unweit Seistritz im grätzer Kreise und das spätereStammschloss wurde Ober-Ivapfenberg im Mürzthal im bruckerKreise, welche letztere Burg 1197 Wülfling v. Kapfenberg an dieStubenberg vererbte. Die ältesten Ahnherren reichen in die Zeithinein, in welcher Adel und Abstammung durch Urkunden nichtmehr zu erweisen sind. Urkundlich tritt zuerst Wülfling Stuben-berg um 1000 auf und derselbe, dessen Hausfrau Agnes Grf. v. Achs-perg war, ist der älteste sichere und allgemeine Stammvater aller