Druckschrift 
9 (1870) (Steinhaus - Zwierlein)
Entstehung
Seite
86
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Rath der Ritterschaft in Franken 1690 im 65. Lebensjahre starb.Mit ihm erlosch das ganze Geschlecht.

J. S. Fickweiler, Leichenpredigt und Lebenslauf H. W. v. Streitbergs, seines Geschlechts derLe tzte, KUH). v. Ilattstein, II. S. 4 09. v. Falkenstein, Antiquit. Nordgav. VI. S. 400. Gauhe,I. 2482 und 83. Zedier, 10. S. 910 und 11. Biedermann, Canton Gebürg, Tab. 3(3774.Salver, S. 270 und 443. Sielmacher, 1. 103: v. Streitberg, Fränkisch.

Streitberg, Ritter. Böhmischer Ritterstand. Diplom von 1728für Wenzel v. Streitberg, Truchsess, Böhmischen Schatzmeister undTitular - Kammerrath. Derselbe stammte aus einer in den österr.Erblanden u. in Böhmen sesshaften Adelsfamilie, welche nach Alleinvon dem alten fränkischen Geschlechte dieses Ramens ganz verschie-den war.

Megerle v. Mühlfeld, Erg.-Bd. S. 213.

Streitenfeld, Müller v. Streitenfeld. Ein früher zu dem schle-sischen Adel gehörendes Adelsgeschlecht, dessen Ahnherr MartinMüller war, welcher für seine Tapferkeit im 30jährigen Kriege denReichsadelsstand mit: v. Streitenfeld erhalten hatte. Derselbe ver-mählte sich in Schlesien mit einer v. Rostitz a. d. Id. Wilckau imSchweidnitzischen, doch entsprossten aus dieser Ehe nur vierTöchter, die durch Verheirathung in vornehme schlesische Adels-familien kamen.

Sinapius, IT. S. 1044, Gauhe, II. S. 1118. Freih, v. Ledebur, II. S. 497.

Streitliagen, Judenkop v. Streithagen (in Roth ein goldenes,die Schildesränder berührendes Kreuz und in der rechten Obereckeein blauer Judenhut). Ein im 16. und 17. Jahrhundert am Rieder-rhein begütertes Adelsgeschlecht. Dasselbe sass bereits 1502 zuUrrfeld unweit Aachen und 1590 zu Eickholt, erwarb dann das GutMetzenhausen bei Aachen und Mühlenbach im Ländchen Heiden undwar noch 1650 zu Eyss unweit Limburg begütert.

Fahne, I. S. 425. Freih. v. Ledebur, II. S. 497.

Streithorst, v. der Streithorst (in Roth zwei ins Andreaskreuzgelegte dreizinkige Streitgabeln [nach Siebmachers Declar.ation:eisenfarbige Streithorste] mit goldenen Stielen). Altes, ursprünglichwestphälisches Adelsgeschlecht aus dem gleichnamigen, bereits 1421vorkommenden Stammhause im Osnabrückschen, welches später indas Braunschweigische und Hannoversche, in das Magdeburgischeund Brandenburgische und aus Westphalen auch nach Ourland undOstpreussen kam. Das lüneburgische Gut Abbensen an der Fusewurde um die Mitte des 17. Jahrh. an die v. Bülow verkauft. Vonden im Laufe der Zeit an sich gebrachten Gütern war die Familie imMansfeldischen noch 1716 zu Creisfeld und Erdeborn und 1745 zuAdendorf gesessen. - Von Christoph v. St., herzogl. braunschw.Schlosshauptinann zu Wolfenbüttel. Enkel des 1640 verstorbenenHeinrich Julius v. d. St., Herrn zu Rottorf und Abbensen, k. schwed.Rittmeister, herz, braunschw. Landdrost und Inhaber des SchlossesKönigslutter stammte Franz Christoph v. d. St., welcher um 1706als herz, lüneburg. Schatzrath vorkommt; ein v. d. St. starb 1720 alsk. preuss. Oberst und Friedrich Hermann v. d. St. war um 1731 herz.