Druckschrift 
9 (1870) (Steinhaus - Zwierlein)
Entstehung
Seite
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peil: Schild g'eviert mit Mittelschilde. Mittelschild von Schwarzund Gold der Länge nach getheilt: rechts ein zweimal zusammen ge-bundenes Bündel silberner, die Spitzen nach oben kehrender Pfeileund links die Hälfte eines an die Theilungslinie angeschlossenen Per-lenkranzes, unter welchem drei rechte, rothe Stufen von Quader-steinen stehen. 1 in Plan ein einwärts gekehrter, gekrönter, silbernerGreif; 2 in Gold der freischwebende Stock eines abgehauenen Baumesmit entblössten Wurzeln von natürlicher Farbe; 3 in Gold zwei mitden Rücken gegen einander sich krümmende, die Köpfe aufwärtskehrende Fische mit natürlichen Schuppen, über welchen eine gol-dene Krone schwebt u. 4 in Roth zwei übereinander gestellte, goldene Sparren). Schwedischer Freiherrnstand und Lothringischer Grafen-stand. Der Freiherrntitel wurde von dem Schwedischen Senate derFamilie im Jahre 1696 beigelegt und das lothringische Grafendiplomfür Henning Freiherrn v. Stralenheim (zuerst k. schwed. Tribunal-Assessor zu Wismar, dann schwed. Gesandtor in Wien und endlichvon 17101714 schwed. General-Gouverneur von Zweibrücken) istvom Herzoge Leopold zu Lothringen 13. Aug. 1717 unterzeichnet.Ein kaiserlicher Grafenbrief für Henning Grafen v. Stralenheim undfür die Kachkommen desselben wurde 20. Febr. 1720 ausgefertigt.- Altes, nach Einigen ursprünglich westphälisches Adelsgeschlecht,welches später nach Schweden und Hannover kam. Veit v. Stra-lenheim kommt urkundlich bereits zu Ende des 16. Jahrb. vor, lebtedann zu Stralsund und mit ihm beginnt die ununterbrochene Stamm-reihe der Familie. Der älteste Sohn desselben, Michael Veit, gest.1703, war k. schwed. Tribunal-Assessor zu Wismar, erhielt, wie an-gegeben, den freiherrlichen Titel und sein Sohn, Henning, gest. 1731,kam später als Graf, s. oben, vor. Letzterer wurde vom KönigeCarl XII. von Schweden 1699 als a. o. Gesandter an den kaiserl.Hof gesendet und machte sich so verdient und bekannt, dass ihn K.Joseph 1706 zum Reichsgrafen erhob, mit der Grafschaft Limburgbelehnte u. zum Reichs-Ober-Jägermeister ernannte. Doch gestatteteKönig Carl XII. die Annahme dieser Auszeichnungen nicht, wohlaber ernannte er den Freih. Henning 1719 zum General-Gouverneurdes Herzogthums Zweibrücken. Aus der ersten Ehe mit XicoleaCatharina Veronica Freiin v. Hackelberg, einer reichen Erbtochter,entspross die freiherrl. Linie, welche, fortgepflanzt durch den zweitenSohn, August, kurbraunschw. Generalmajor, und den Sohn desselben,Adolph, kurbraunschw. Ober-Förstmeister, in Hannover fortblühte.Nachdem sich Freih. Henning in zw r eiter Ehe mit Sophie ElisabethGr f. 1 v. Wasaburg (Wasaborg) vermählt hatte, kaufte derselbe dieHerrschaft Fohrbach in Lothringen, welche vom Herzoge Leopold Lvon Lothringen zur Grafschaft erhoben wurde, während er selbst denoben erwähnten kaiserl. Grafenbrief für sich und seine Nachkommenerhielt. Die Kinder aus zweiter Ehe führten den Grafentitel undden Beinamen: Wasaburg und zwar letzteren mit Genehmigung desschwedischen Senats, um sich, wegen der im westphälischen Friedender Familie Wasaburg zuerkannten Entschädigung wegen Osnabrück