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Stolle (in Blau ein schwarzer, fliegender Adler, welcher Ivopfund Hals eines Hirsches in den Klauen hält, oder auch in Blau derKopf und Hals eines Hirsches. Den Schild, ohne Helmbild, hält einAdler). — Beichsadelsstand, bestätigt im Kgr. Preussen. Adelsdiplomvon 1762 für Johann Wilhelm (Johann Gottfried) Stolle, k. poln. undkursächs. Hofrath und Leibchirurgus und Bcstätigungsdiplom vom14. Dec. 1788. Die Familie erhielt 11. Kov. 1790 das polnischeIndigenät und wurde in Westpreussen zu Polnisch-Lunau, Tscheerenund Zalesie gesessen. Nach Bauer war noch 1857 ein v. Stolle Herrauf Polnisch Dunau im Kr. Culrn.
V. BeUbach, II. S. 541..— 5. Pr. A.-L. IV. S. 242. — Freih. v. Ledebur, II. S. 489 und III.S. 347. — W. B. d. Preuss. Monarchie, IV. 71.
Stoltenliagen. Altes, mekjenburgisches Adelsgeschlecht, auswelchem Bartold Stoltenliagen, Bitter, im 14. Jahrh. lebte. Dasselbeführte mit deren v. Schmecker, s. Bd. YT1T. S. 230, wie das MS. ab-gegangener meklenburg. Familien sagt, bis auf die Farben ein fastgleiches Wappen. Später ist der Stamm erloschen.
v. Mcding, I. S. 595.
Stollhofen, Stollliolfen. Adelsstand des Kgr. Preussen. Diplomvon 1744 für den k. preuss. Major Martin Friedrich Stollhofen. Der-selbe, Sohn eines Predigers in der Uckermark, gest. 9. Aug. 1758als Generalmajor, hatte in Ostpreussen die Güter Kinnwangen,Schmirtkeim und Weissschnur an sich gebracht. Die Erhebung inden Adelsstand war bei der 1744 gehaltenen Bevuc erfolgt.
Pauli, Leben gr. Helden, III. S. 273. — N. P. A.-L. I. S. 41. — Freih. v. Ledebur, II. S-. 489.
Stolterfotli (in Silber ein menschliches Bein mit zwei schwarzenFlügeln und ein blauer Anker). Im Kgr. Preussen erneuerter Adels-stand. Erneuerungsdiplom vom 28. Sept. 1792 für die GebrüderFriedrich und Gottfried Stolterfotli, Beide in k. pr. Militairdiensten.Dieselben stammten aus einem seit Jahrhunderten in Litthauen be-kannten , lange Zeit hindurch auch ansehnlich begütert gewesenen,altadeligen Geschlechte, welches im, oder vor dem siebenjährigenKriege den Adel abgelegt hatte und waren Söhne des k. preuss.Kriegs - u. Domainen-Baths Stolterfoth in Königsberg. Beide hattensich in Kriegsdiensten ausgezeichnet. — Friedrich v. Stolterfoth, ver-mählt mit einer Gräfin zu Dohna, war Major im Bataillon v.Towarzysund 1809 im E,egimente Uhlanen und starb 1812, Gottfried v. St.aber war in Folge einer früher erhaltenen Wunde schon 1805 ge-storben. Aus seiner Ehe mit einer Freiin Schott v. Schottensteinlebte noch um 1837 zu Geissenheim imBheingau eine Tochter, Adel-heid v. St., des adeligen Damenstifts zu Birken bei Bayreuth Cano-nissin, welche als Dichterin sich rühmlich bekannt gemacht hatte. —Die Familie war in Westpreussen 1820 zu Gulbien unweit Bosenbergbegütert.
v. Hellbach, II. S. 541. — H. r. A.-L. IV. S. 242 und 43. - Freih. v. Ledebur, II. S. 489. —W. B. d. Preuss. Monarchie, IV. 71.