Druckschrift 
9 (1870) (Steinhaus - Zwierlein)
Entstehung
Seite
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Stoltz, ancli Freiherren (in Silber vier, 2 u. 2, rothe Ecksteine).Böhmischer Ereiherrnstand. Diplom vom 20. Eebr. 1719 für JohannGeorg v. Stoltz und Simssdorff.-— Afites, schlesisches Adelsgeschlechtaus dem gleichnamigen Stammhause im Eranckensteinschen, welchesbereits 1562 zu Gostin unweit Pless und zu Rosnochau bei Neustadtund noch 1718 zu Ivopcziowitz, Poreinba-Radzionkau, Seiern, Simss-dorf, Solletz und Zabrzeg sass. — Sebastian v. Stoltz auf Gostin undRosnochau war um 1562 Landes-Aeltester der Fürstenthiimer Oppelnund ßatibor. — Mit dem freiherrlichen Titel kommt, s. oben, zuerst,Johann Georg v. Stoltz und Simssdorf auf Radzionkau u. s. w. vor.Derselbe starb 1718 als Landeshauptmann der freien Standesherr-schaft Beuthen und Tarnowitz und hinterliess einen Sohn: JohannAdam Freih. v. Stoltz, um 1730 kaiserl. Oberstlieutenant, welchersich mit Eleonora Charlotte Grf. v. Henckcl und Tarnowitz vermählthatte.

Lucae Schlesische Denkwürdigkeiten, S. 1854. — Sinapivs, 1. S. 932 und II. S. 455. — Gauhe,I. S. 2465. — Zedier, 40. S. 395. — Megerle v. Mulilfeld, Erg.-Bd. S. 105. — v. Hellbach, II. S.541. — N. Pr. A.-L. IV. S. 243. — Freih. v. Ledebur, II. S. 489. — Siebmacher, I. 69: Die Stolt-zen, Schlesisch.

Stoltz v. Latschburg. Erbl. - österr. Adelsstand. Diplom von1771 für Franz Joseph Stoltz, Ober-Salz-Eactor an den "WallischenConfinen, mit: v. Latschburg.

Megerle v. Mühlfeld, Erg.-Bd. S. 462.

Stolzenberg, vor dem Stoltenburg (im Schilde auf grünemRasen ein vorwärtssehender, gekrönter, wilder Mann, welcher mitder Rechten einen braunen Baumstamm umfasst und. vor dem Leibean einem goldenen Bandeliere einen mit der Trinken festgehaltenen,gekrönten, rothen, mit zwei goldenen Querbalken belegten Wappen-schild hält). — Altes, früher auch mit dem Namen: Stoltenburg vor-gekommenes, braunschweigisches Adelsgeschlecht, dessen ältesterCalenbergischer Lehnbrief' von 1494 ist. — Die Familie, welche1590 zu Lucklum, dem Sitze der Comthurei des deutschen Ordensin der Bailei Sachsen, aufgeschworen hat, blühte dauernd fort, brachtezwei Güter zu Luttmersen im Calenbergischen und das Gut Segelnim Osnabrückschen an sich und zählt durch den Besitz dieser Güterzu dem landsässigen Adel der Calenbergischen und OsnabrückschenLandschaft. Von den Sprossen des Stammes traten Mehrere in diehannoversche Armee.

v. Hellbach, II. S. 541. — Freih. v. d. Knesebeck, S. 275. — v. Meding, I. S. 595 und 96:nach einer Zeichnung von 1590, so wie nach einer Zeichnung aus dem 17. Jahrh. — Hannov. W.B.C. 41 und S. 14. — Kneschke, III. S. 407 und 8. — v. Hefner, hannov. Adel, Tab. 31.

Stolzenberg, Freiherren (Schild geviert: 1 und 4 in Gold eingolden bewehrter, schwarzer Adler, auf jedem Flügel der Breitenach mit einer silbernen Kleeblattsichel belegt und 2 und 3 in Rothzwei schrägkreuzweise gelegte, mit den Stielen nach abwärts ge-kehrte grüne Lorbeerzweige). Freiherrnstand des Kgr. Preussen.Diplom vom 5. Sept. 1786 für Charlotte Ivramann aus Gotha, ver-ehelicht gewesene Carl (später vermählt mit Adolph Julius Freih. v.Lauer-Münchhofen) und für den Sohn derselben aus erster Ehe:

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