— 33 —
Stettner, Ritter. Erbl.-österr. Ritterstand. Diplom von 1753für Gabriel Joseph Stettner, Landschreiber in Kieder-Oesterreich.
Megerle v. Mühlfeld, Erg.-Bd. S. 210.
Steuben (Schild von Blau und Silber der Länge nach getheiltund mit einem schräglinken, oder schrägrechten, rothen Balken be-legt, oder nach Valent. König: Schild durch einen rothen Pfahl inBlau und Silber geschieden). Altes, früher zu dem mansfeldischenund meissenschen Adel zählendes Geschlecht, welches spater auch indie Lausitz und in das Hoyaische kam. Dasselbe wurde in alter ZeitStoeven, Stöphen, Steiben, Stauben u. s. w. geschrieben und soll ausdem südlichen Deutschland nach Franken gekommen sein und voneinem Stammsitze den Kamen Steuben, oder Stöven angenommen,bald darauf aber Franken verlassen und sich nach Sachsen und Hol-stein gewendet haben. — In Sachsen wurde die Familie namentlichbei Halle und Mansfekl begütert. Dieselbe sass im Mansfeldschenbereits 1295 zu Friedeburg und 1420 zu Gerbstaedt, so wie unweitHalle 1398 zu Hohenthurm, erwarb dann andere Güter, besondersPriestewitz, Reibitz und Schnaditz bei Delitzsch und war noch 1738zu Schnaditz gesessen. — Heinrich von Steuba lebte um 1130 undSpangenberg nennt die Steuben gute redliche von Adel und setzthinzu, dass sie sich als meissensche Kriegs-Obersten gegen den K.Adolph v. Kassau um 129G bei Beschützung der Creutzburg an derWerra sehr tapfer verhalten hätten. Valentin König beginnt die or-dentliche Stammreihe um 1295 mit Woldemar St. auf Gerbstädt,dessen Söhne, Hans und Yolckmar, bei der Belagerung der Creutz-burg kämpften. Von den Kachkommen Yolckmars kommt ChristophOtto v. St., Herr auf Gerbtädt, 1688 als h. braunsch.-wolfenb. Kam-merjunker vor und von demselben stammen zwei Söhne, ChristophLiborius auf Schnaditz, h. braunschw. Capitain, welcher seine Liniemit einigen Söhnen fortsetzte u. Heinrich Wilhelm auf Priestewitz u.Thale, des Prinzen Carl von Dänemark gewesener Hofmarschall. -—Der Stamm blühte fort und von den Sprossen desselben dienten Meh-rere in der k. pr. Armee. Wilhelm August v. Steuben starb 1783als k. preuss. Major und der Sohn desselben, Friedrich v. St., früherOfficier in der Preussischen Armee, war 1784 General in Amerika-nischen Diensten. Zwei Brüder v. St. standen in k. pr. Infant.-Heg.v. Besser. Der Äeltere schied 1813 als Stabscapitain aus der erstenostpreussischen Brigade-Garnison-Compagnie und wurde später Salz-factor zu Stassfurt, der Jüngere nahm 1811 als Staabscapitain denAbschied und starb bald darauf. Später, um 1839, lebten Zweigeder Familie in Westphalen, aus welchen ein v. St. Premierlieutenantim 16. Landwehr-Regimente war und ein Anderer v. St. lebte als k.Oberförster zu Falkenberg bei Torgau.
Spangenberg, II. S. 211. — Alte Thiiring. Chronik, S. 59 und 6U. — Mansfeldische Chronik,S. 320. — Münster, Cosmograph. Lib. III. S. 1087. — Knauth, S. 578: Stauben auf Schnaditz undReibitz. — Val. König, II. S. 1106—1118. — Gauhe , I. S. 2454 und 55. — Zedier, 39, S. 2035.— N. Pr. A. - L. V. S. 440. — Freih. v. Ledebur , II. S. 485- — v. Meding , II. §. 584 und 85:auch nach einer Stammbuchzeichnung mit der Unterschrift: Henry Guillaume de Steuben, Nob. Mansf.1GD9..— \V. B. d. Silchs. Staaten, V. 02.
Kneschhe , Deutsch. Adels-Lex. IX.