Druckschrift 
9 (1870) (Steinhaus - Zwierlein)
Entstehung
Seite
32
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Altes, Augsburger, adeliges Patriciergesclilecht, ganz verschieden,wie schon das Wappen ergiebt, von der im vorstehenden Artikel be-sprochenen, fränkischen Adelsfamilie v. Stetten. Demselben ver-lieh K. Carl V. 31. Jan. 1548 in der Person der Gebrüder Georg desAelteren v. Stetten auf Bocksberg und Christoph v. Stetten einenvermehrten Wappen- u. Adelsbrief. Die Nachkommenschaft Georgsdes Aelteren zu Bocksberg erlosch 1677, die des Christophs v. St.aber blühte dauernd fort und nach Anlegung der Adelsmatrikel desKgr. Bayern wurden in dieselbe eingetragen: die Gebrüder PhilippEdler v.St., geh. 1756, k. bayer. Truchsess und Johann Thomas Edlerv. St., geb. 1758, k. bayer. Port-Inspector; ferner David, Edler v. St.,geb. 1764, k. bayer. Stadtgerichts-Expeditor in Augsburg und diebeiden Söhne des 1808 verstorbenen berühmten Paul v. Stetten:Christoph David v. St., geb. 1774 und Marcus v. St., geb. 1776, k.bayer. Polizei-Director zu München.

P. v. Stetten, Geschichte der adeligen Geschlechter in Augsburg. Augsburg, 1763. 4 Theile. A.v. 0. v. Lang, S. 550. Siebmacher, I. 208: v. Stöten, Augsburger adel. Patricier u. VI. 19:v. Stetten. W. B. d. Kgr. Bayern, VIII. 94: Edle v. Stetten.

Stettenberg, Stetenberg ( in Silber eine rothe Terrine mit Deckelund Henkeln. Die Siebmachersche Declaration nennt das Wappen-bild eine Elasche). Altes, fränkisches Adelsgeschlecht, welches ander Tauber zu Lauda, Gammburg u. s. w. sass und dem reichsunmit-telbaren Bitter-Canton Ottenwald einverleibt war. Ein v. Stettenbergwar 1472 Domherr zu Mainz und ein Anderer noch 1484 Decan zuSpeier.

Biedermann, Canton Ottenwald, Tab. 414. Salver , S. 294. Siebmacher, I. 104: v. Steten-berg, Fränkisch.

Stettenhofen. Erbl.-österr. Adelsstand. Diplom von 1779 fürJoachim Stettenhofen, Wirthschaftsrath zu Wiesenberg in Mähren.

Megerle v. Mühlfeld, S. 147.

Stettern v. Grabenhoff. Ein aus Bayern nach Oesterreich ge-kommenes Adelsgeschlecht, welches bei der allgemeinen, vom K.Ferdinand II. vorgenommenen Ivirchen-Eeform die über zweihundertJahre besessenen Grabenhoffschen Güter verkaufte und sich mit an-deren gräflichen und adeligen Familien aus Oesterreich nach Regens-burg begab und in den ehemaligen fränkischen Rittercantonen Otten-wald und Altmühl ansässig machte. Als Stammvater des Geschlechtswird Walther Stettern v. u. zu Grabenhoif genannt, welcher 1466 alsk. k. Hauptmann und Jägermeister lebte.

Biedermann, Canton Altmühl, Tab. 10110. N. Genealog. Handbuch, 1778, S. 206 208.v. Ilellbach, 11. S. 531. Siebmacher, III. 48, 60 und 72.

Stettiu (in Blau zwei über Kreuz gelegte, silberne Hellebarden,begleitet von vier Rosen). Altes, pommernsches Adelsgeschlecht,welches schon im 15. Jahrh. zu Daarz unweit Naugard gesessen warund später Ivorckenhagen, Dalilow u. s. w. an sich brachte. Dasselbeist im Mannsstamme 15. April 1723 mit Friedrich Wilhelm v. Stettin,Herrn auf Korckenhagen und Temnick erloschen.

v. Schlieffensche Geschlechtshistorie, S. 282 und Tab. I. Freih. v. Ledebur, II. S. 484 und85 und III. S. 347.