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Steinkule (im Schilde eine aufsteigende, gebogene Spitze). Altes,westphälisches, zum Adel der Grafschaft Mark gehörendes Geschlecht.Das Wappen ist von Siegeln des Hermann's Steinkuhle von 1331 unddes Friedrich v. Stenkule von 1343 entnommen. Dietrich v. und zuSteinkule — Sohn des Johann v. Steinkuhle aus der Ehe mit Annav, Böddinghausen — lebte noch 1611. — Der gleichnamige Stamm-sitz der Familie liegt unweit Bochum in der Grafschaft Mark.
Freih. v. Ledebur, II. S. 480. — v. Steinen, Tab. G7. Nr. 7.
Steinling, auch Freiherren (in Gold auf grünem Dreihügel einrechtsschreitender, schwarzer Hahn). Im Kgr. Bayern anerkannterFreiherrnstand und in die bayer. Adelsmatrikel bei der Freiherrn-classe 19. Aug. 1828 eingetragen in der Person des Wilhelm Freih.v. Steinling zu Steinling und Boden. — Altes Adelsgeschlecht derOber-Pfalz aus der anderthalb Stunden von Sulzbach gelegenen Hof-march Steinling, welches sich über die ganze Ober-Pfalz ausbreiteteund auch im fränkischen Gebiete mächtig wurde und namentlich inder Reichsstadt Nürnberg zu den Patriciern gehörte. Neben denHauptstammgütern Steinling, Boden, Weichenried, Kressenwerthu. s. w. hatte die Familie auch andere Edelsitze und Herrschaften,theils im eigenen Besitze, theils als Pfandgüter inne. Besonders istder Ansitz Lauterhofen zu nennen, jene carolingische Villa im Nord-gau, welche schon unter Carl Martell vorkam und wo das Geschlechtfast zwei Jahrhunderte wohnte und wo Heinrich v. Steinling bereits1307 als Lehenträger auftritt, doch erscheint die Familie urkund-lich schon früher und die ordentliche Stammreihe beginnt um dieMitte des 13. Jahrhunderts. Die mannichfaltigen Territorial- undReligionsveränderungen der Ober-Pfalz u. in deren Gefolge die vielenKriege und Bedrückungen trafen, wie das Land, so auch die Familiesehr, wodurch das Stammvermögen immermehr geschmälert wurdeund die Mitglieder endlich sich gezwungen sahen, eben so, wie dieübrige Ritterschaft der Provinz, auswärts zu dienen. Ein Theil derSprossen des Stammes trat in kaiserliche Dienste, während Anderesicli zunächst nach Hessen begaben, wo sie zu hohen Ehrenstellengelangten. — Von den früher zahlreichen Linien des Geschlechts hatsich nur noch die Weickenriedische erhalten, nachdem der Hauptastvon Kressenwerth, zu dessen Besitzungen auch Steinling und Bodengehörten, 1788 mit dem Freiherrn Franz Heinrich im Mannsstammeerloschen war. Dieser Ast verehrte in Erhart v. u. zu Steinling aufKressenwerth den gemeinschaftlichen Anherrn mit der Linie vonAVeiekenried, welche letztere von Erharts jüngstem Sohne, Casparv. St. auf Weichenried, verm. mit AA r alburga Gross v. Trockau, ab-stammt. Caspars siebenter Urenkel mit den Ahnfrauen aus den Ge-schlechtern: Zollner v. Brandt, Bouillon, Eitz, Freudenberg u. Mug-genthal war: Freiherr Johann Jacob und von ihm stieg die Stamm-reihe, wie tolgt, herab: Freih. Johann Jacob auf Weickenried, gest.1766, hessen-darmstädt. General: Maria Agatha Freiin v. Mercy; —Freih. Peter Andreas zu Steinling und Boden, geb. 1742 und gest.1809, k. k. Major: Maria Theresia, Erbtochter des Franz Heinrich