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Offeln, Offelen, Freiherren. Eine in Oesterreich vorgekommenefreiherrliche Familie, zu welcher der 1733 verstorbene k. k. General-feldmarschall-Lieutenant Georg Ludwig v. Offeln gehörte.
Ranft, Archivar. VIIT. S. 392 U ..XXVII. S. 522. — Zedier, XXV. S. 848.
Offen. Ein im 17. nnd 18. Jahrh. im Bremenschen und Lippe-schen mit Schölisch, Brüntrup, Entrup und Papenhausen begütertesAdelsgeschlecht, welches früher auch in Ostpreussen ansässig gewesensein soll. Nach Erlöschen des Stammes kam 1720 Namen und Wap-pen an eine Linie der alten Familie v. d. Decken, s. den Artikel Decken,v. dor, genannt Offen, Bd. II. S. 434.
Mushard, S. 413. — Erläutertes Preussen, II. S. 3G8. — Suppl. zu Siebm. W.-B. V. 18:v. Offen.
Offenberg (Schild geviert: 1 u. 4 in Blau zwei goldene Andreas-kreuze und 2 u. 3 in Schwarz drei silberne Spiegel: cölnische Patricier-familie Spiegel). Niederrheinisches Adelsgeschlecht aus dem gleich-namigen Stammhause unweit Hees, welches 1690 zu Mollenbeck undWillich bei Rheinberg und 1700 zu Bruch oder Morsbroich unweitKempen sass, früher auch zu Broil, Hungerspesch (cölnisches Lehn)und Merkausen begütert war. Später ist der Stamm ausgegangen.
Fahne, I. S. 312. — Freih. v. Ledebur, II. S. 163.
Offenberg, auch Freiherren (in grünem Felde zwei bemooste,durch verschiedene Absätze erhöhte grüne Berge oder Felsen, von wel-chen einer in der rechten Oberecke und der andere in der linken Un-terecke steht). Altes, aus der Schweiz hergeleitetes, curländischesAdelsgeschlccht, welches früher auch Offenburg geschrieben wordensein soll, nach Niedersachsen, Holstein und Dänemark kam, in Cur-und Liefland im 17. und 18. Jahrh. die Güter Abellen, Adsien, Las-dohnen, Musten, Prausen, Wisigal, Fockenhof, Grentzhof, Carlsberg,Friesbeck, Illien oder Illingen, Klintenhof, Grösen u. s. w. an sichbrachte und vom K. Rudolph II. 1. Aug. 1594 den, der Familie zu-stehenden, alten Adel anerkannt erhielt. — Rudolph und Hugo v. 0.waren 1256 und 1275 Johanniter-Ordens-Comthure zu Burgsee; Aman-dus v. 0. wurde 1433 vom K. Sigismund auf der Tiberbrücke in Romzum Ritter geschlagen und starb 1458 als Oberstzunftmeister zu Basel,und Emmerich v. 0. lebte 1490 als kaiserl. Land-Oberster in derSchweiz. Der Sohn desselben, Jonas v. 0., k. k. Geh.-Rath und Statt-halter in Steiermark, wurde 1571 vom K. Maximilian II. mit einer Ge-sandtschaft an den Czar Iwan Basilowicz betraut. Jonas' einziger Sohn,Lorenz v. 0., diente mit Auszeichnung im deutschen Heere gegen dieTürken und erhielt vom K. Rudolph II. ansehnliche Güter in Steier-mark zum Geschenke. Derselbe ging mit dem Markgrafen Wilhelm zuBrandenburg, Erzbiscliofe von Riga, nach Liefland, wurde Stiftsvoigtzu Treyden und Cremon, später Ordenscanzier, vermählte sich mit Bar-bara v. Rosen, und die Könige in Polen, Stephan und August Sigis-mund belohnten ihn mit den Gütern Lasdohnen, Prausen, Wisigal, Abel-len , Sinteln und Katten, welche Besitzungen aber seinen Naoiikommendurch die Eroberung Lieflands durch Russland, auf immer verlorengingen. Durch einen Enkel des genannten Lorenz v. 0. auf Lensdam