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Nieuland, Grafen (in Blau ein Helm). Niederländisches Grafenge-schleclit, wie schon das Wappen ergiebt, verschieden von der im vor-stehenden Artikel erwähnten Familie. Ein Sprosse desselben trat 1800in die preussische Armee und war 1806 Lieutenant im Feldjäger-Regi-mente. Derselbe stand 1806 als Hauptmann im 32. Garnison-Bataillon,und wurde dann, 1845 verabschiedet, Postmeister zu Ztillichau.
N. Pr. A.-L. V. S. 315. — Freih. v. Ledebur, II. S. 149.
Nigerode, Ein früher zu dem eichsfeldischen Adel zählendes Ge-schlecht.
Wolf , eichsfeldisches Urkundenbuch, S. 16.
Nigroni v. Risinbacli, Freiherren. Reichs- und erbländ.-österr.Freiherrnstand. Diplom vom 23. Aug. 1803 für Peter Ferdinand Ni-groni, Ritter v. Risinbach, k. k. Kreis-Oommissair des kaurzimer Kreises.
— Die Freiherren Nigroni v. Risinbach stammen aus einem alten, ur-sprünglich böhmischen Adelsgeschlechte, welches früher: Czerny oderCzerney hiess. Aus demselben werden zuerst, doch ohne Vornamen,zwei Brüder in den mailändischen Kriegen genannt. Beide zogen alsböhmische Ritter mit I\. Friedrich I., Rothbart unter König Wladis-laus II. von Böhmen nach Italien, wo sie in Gegenwart beider Herrscherdie Erbauung einer Brücke über den Po vereitelten. Ihre Tapferkeitveranlasste den Kaiser nach ihrem Geburtslande zu fragen, worauf derKönig entgegnete: es wären seine Böhmen als rechte Riesen im Bach.Beide erhielten vom Kaiser den Ritterschlag, das Prädicat: Risinbacliund ein vermehrtes Wappen: unter einem schwarzen, mit einem gol-denen Sterne belegten Schildeshaupte (Stammwappen) unter freiem, et-was gewölkten Himmel der Fluss Po und in demselben zwei bis zurLeihesmitte sichtbare, gegen einander gekehrte, wassertretende Männer,welche mit beiden Händen zwei, mit einem schwarzen Taue umwundene,wagerecht neben einander schwimmende Brückenbäume umfasst haben.Einer dieser Brüder blieb in Italien am kaiserl. Iloflager, der Anderekehrte später mit dem Könige Wladislaus II. nach Böhmen zurück undvon ihm stammt die noch jetzt blühende Linie des Geschlechts ab. —Wenzl Georg Czerney war 1505 Lieutenant unter Wilhelm Trzka undzeichnete sich in der Schlacht bei Ostreham in Ungarn aus. —• Bei demEinfall der Schweden in die Kleinstadt Prag gingen sämmtliche, imgräfl. sahrschen Hause auf dem Ilradschin aufbewahrten czerneyschenFamilienpapiere verloren, worauf das Geschlecht von Florian Grafenv. Sora ein pfalzgräfliches Bestätigungs-Diplom über den althergebrach-ten Wladiken- oder Adelstand, so wie über das Prädicat erhielt, wiediess auch in dem Ritterdiplome der Familie erwähnt ist, welches d. d.Linz 3. Sept. 1680 für Nicolaus Czerney ausgefertigt wurde und zwarunter Veränderung des Namens: Czerney in den gleichbedeutenden ita-lienischen: Nigroni. Von dieser Zeit an nannten sich die Czerney: Ni-groni Ritter v. Risinbach. Carl Nigroni Ritter v. R. war von 1751 bis1753 Commissair des böhmischen Ritterstandes und der Sohn desselben,Peter Ferdinand brachte, s. oben, den Freiherrnstand in die Familie.
— Die Ahnentafel des Geschlechts ergiebt absteigend folgende Glieder:Thomas Nicolaus Nigroni Ritter v. Risinbach: Anna Maria Zimmer-
Kneschke, Deutsch. Adels-Lex. VI. 33