— SOG —
Nideröst, Freiherren. Reichsfreiherrnstand. Diplom von 1736für Joseph Franz Anton v. Nideröst, k. k. General-Feldwachtmeisterund Obersten eines Regiments Schweizer zu Fuss und für den Bruderdesselben, Jodok Rudolph v. Nideröst.
Megerle v. Mühlfeld , S. 73.
Niebauer. Erbländ.-österr. Adelsstand. Diplom von 1841 für E.Niehauer, k. k. Ilof-Secretair.
Handschrift!. Notiz.
Niebecker, Freiherren (in Blau ein Delphin). Reichsfreiherrn-stand. Das näher nicht bekannte Diplom wurde wohl um die Mitte des18. Jahrb. ausgestellt. Die Familie gehörte in der zweiten Hälfte des18. und in der ersten des 19. Jahrb. zu dem in Kur- und im Kgr. Sach-sen begüterten Adel und war zu Kitzscher und Beucha unweit Bornagesessen. Der Name des Geschlechts kommt in den Almentafeln derFreih. v. Keller, s. Bd. V. S. 56, vor: Auguste Freiin v. Niobecker,geh. 1760 und gest. 1832, auf Kitzscher im Kgr. Sachsen, vermähltesich 1786 mit den 1835 verstorbenen herz, nassau. Major a. D. u. k.preuss. Landräthe Ludwig Freih. v. Keller und der Bruder derselben,Johann Freih. v. Niebecker, Herr auf Beucha, grossli. sachsen-weimar.Land-Kammerrath, vermählte sich 1792 mit Luise Friederike Freiinv. Fritsch, geh. 1775 u. gest. 1843. — Tn neuer Zeit stand ein Ritt-meister v. Niebecker im k. preuss. 6. Landwehr-Uhlanen-Regimente.
Handschrift!. Notiz. — Freih. v. Ledebur, II. S. MC. — Suppl. zu Siebin. W.-B. XT. 4.— W.-B. d. sächs. Staaten. V. 18.
Niebelscliiitz. Eins der ältesten schlesischen Adelsgeschlechter,welches, wie angenommen wird, mit der Gemahlin des Herzogs Hein-rich des Treuen, Mechtild, einer braunschweigischen Prinzessin, zu An-fange des 14. Jahrh. nach Schlesien kam. Die Familie breitete sichweit aus, erwarb im Laufe der Zeit viele Güter und blühte in mehrerenHäusern. Lucae nennt namentlich die Häuser Rietschütz, Bartsch, wel-ches für das älteste Stammhaus der Familie gehalten wird und der-selben schon 1433 zustand, und Glcinitz, sämmtlich im Glogauischen,so wie Ruppersdorf im Wohlauisclien. Später werden nur die HäuserRietschütz, Lasla auf Rettkau und Gleinitz genannt und zwar das HausRietschütz mit den Nebenlinien Gafron, Kreidelwitz, Raudten, Rosters-dorf, Alt-Wohlau, Kuttlau, Leschkowitz, Gugelwitz, Herzogswaldau,Ibsdorf und Raudten, das Haus Lasla auf Rettkau mit den NebenlinienKaltenpriessnitz, Pridemoos und Jagatschütz und das Haus Gleinitz mitden Nebenlinien Stumbcrg. Polnisch - Bortsc.hen, Linden und Baisau.Ausser diesen Familiengütern erwarb das Geschlecht aber auch andereBesitzungen, namentlich Giessmannsdorf im Glogauischen, Beitk.au imWohlauisclien, Ilühnerey, Merzdorf und Musternick im Glogauischen,Konradswaldau im Oelsischen, Schwarzau, Buchwäldchen, Hummel,Muckendorf etc. im Liegnitzischen, Reichwald im Breslauischen etc. —Hans und Nicol, Gebrüder v. Nebeltschitz treten in alten Briefen von1360 auf; Nitsche v. Niebelschütz lebte 1371; Caspar v. N. war 1475Hauptmann zu Crossen; Sigismund v. N. auf Rictsekütz wird 1501 alsdes glogauschcn Fürstentimms Landes - Aeltester und bei vielen wich-