Druckschrift 
6 (1865) (Loewenthal - Osorowski)
Entstehung
Seite
493
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Neumann (in Roth auf einem grünen Hügel eine vorwärts undrechts sehende Jünglingsgestalt mit gelbem, abgestutzten Haar, goldfar-bigen, bauschigen Hosen, schwarzen Schuhen und schwarzem Mantelgleich einem Schüler-Knaben, die Linke in die Hüfte setzend und inder vorgestreckten Rechten ein offenes, geschriebenes Buch haltend,über welchem in der rechten Oberecke des Schildes ein sechsstrahliger,goldener Stern schwebt). Altes, angesehenes Patriciergeschlecht derStadt Görlitz, aus welchem Magister Moses Neumann und die Brüderdesselben, Paulus und Andreas Neumann, für sich und ihre Nachkom-men 5. Mai 1574 einen kaiserlichen Wappenbrief erhielten.

Freih. v. Ledebur, II. S. 14«. — Durst, Allgem. W.-B. I. S. 71 n. 72 u. 2(10 u. Tali. 00:nach Mort/.schansky.

Neumann', Naumann (im Schilde, ein schräglinker, mit drei Lin-denblättern belegter Balken). Schlesisches, schon im 16. Jahrb. be-kanntes und angesehenes Adelsgeschlecht. Der Ahnherr war, so vielbekannt, Wenzel Neumann aus dem Fürstenthume Sagau, welcher desHerzogs Heinrich zu Sachsen und in Schlesien zu Sagan vornehmsterRath und Canzlcr war. Der gleichnamige Sohn desselben bekleidete beides Herzogs Prinzen, dem nachmaligen Kurfürst Moritz zu Sachsen, die-selben Ehrenstellen und starb 1552 zu Meissen. Franz v. Neumann warvon 1564- bis 1561) Heermeister des Johanniter-Ordens zu Sonnenburgund der Letzte, welcher, nur von adeligem Herkommen, diese hoheWürde bekleidete, während später dieselbe nur an vornehme Reichs-grafen, oder meist an die Markgrafen zu Brandenburg gelangte. — Einzeitig, ebenfalls schon im 16. Jahrb. in das Brandenburgische gekom-mener und ansässig gewordener Zweig der Familie, welcher sich meistNaumann schrieb, blühte fort, s. den Artikel: Naumann, Bd. VI. S. 452— In Schlesien war noch zur Zeit des Sinapius ein v. Neumann zu Ober-Hermesdorf im Liegnitzischen und ein Anderer zu Hausdorff im Sagan-schen gesessen.

Sinapius , II. S. 835. — Gauhe, I. S. 1485: auch nach Gryphius, von Ritterorden. —■ N.Pr. A.-L. III. S. 461.

Neumann. Ein früher in Tirol vorgekommenes und der dortigenLandesmatrikel einverleibtes Adelsgeschlecht.

Gauhe, I. S. 1485: nach Gr. v. Brandis.

Neumann (in Roth ein rechtsgekehrter, silbern geharnischter Arm,welcher in der Hand einen Pfeil hält). Adelsstand dos Kgr. Preussen.Diplom vom 10. Juni 1779 für David Neumann, lt. preuss. Premier-lieutenant im Infant.-Regim. v. Rothkirch. Derselbe, geb. um 1738 inder Provinz Preussen, wurde 1792 Major, commandirte später das Re-giment v. Courbiere und erhielt 1802 die Commandantur der FestungCosel, welche er 1806/7 mit heldenmüthiger Ausdauer bis zu seinem,noch während der Belagerung am 16. Apr. 1807 erfolgten Tode ver-theidigte. Wenige Tage vorher, 13. Apr. 1807, war derselbe für seineTapferkeit zum Generalmajor befördert worden, -r- Sein gleichnamigerSohn trat in die k. pr. Armee und stieg bis zum General der Infanterie,General-Adjutanten und Chef des reitenden Feldjäger-Corps. Ein an-derer Sohn starb 1818 als Major und Commandern - des breslauer Garde-