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6 (1865) (Loewenthal - Osorowski)
Entstehung
Seite
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viereckig und durcli ein schmales Heft miteinander verbunden), Reichs-adels- und Freiherrnstand. Adelsdiplom von 1494 für Hermann Neu-hoff. genannt Lev und Freiherrndiplom um 1675 für Johann Georgv. N., genannt Ley, fürstbischöfl. bamberg. Geh.-Rath und für den Bru-der desselben, Friedrich Caspar v. N. gen. Gey. — Altes, cleveschesund westphälisches Adelsgeschlecht, welches von dem Sitze Ley in derStandesherrschaft Gimborn-Neustadt den Beinamen führte und aus wel-chem bereits 1553 Wilhelm v. Neuenhoff. genannt Loy, herzogl. jü-lichscher Hofmeister, bevollmächtigter Minister zum passauischen Ver-trage war. Dasselbe sass schon 1420 zu Koverstein im Gimbornschen,1550 zu Eibach bei Wipperfurth, Ermelinghof bei Lüdinghaus, Ge-vershagen und Ley unweit Gimborn, Nehrum bei Dinslaken und Vale-feld bei Altena, sowie 1592 zu Pungelscheid ebenfalls bei Altena, undbrachte um diese Zeit und im 17. Jahrb. noch mehrere andere Güteran sich. — Wilhelm Bertrand v. Neuhoff, genannt Ley zu Pungelscheidhatte keinen Sohn, sondern nur eine Tochter und Erbin, Anna Henricav. Neuhoff, genannt Ley zu Pungelscheid, die Lehngüter Pungel-scheid u. s. w. kamen also im 17. Jahrh. an seinen Lehnsvetter Gerdv. Neuenhoff, Herrn zu Bahde an der Yolme, welcher durch Vermäh-lung mit Caecilia v. Ingelhoff das Gut Gelinde bei Rheinberg erhaltenhatte und der aus dieser Ehe stammende Sohn , Wilhelm zu Rahde undGelinde, vermählte sich später mit der genannten Erbtochter des er-wähnten Wilhelm Bertram v. Neuhoff, genannt Ley zu Pungelscheid,s. den nachstehenden Artikel: Neuhoff zu Neuhoff (Neuhenhoff). — DieFamilie blühte weiter in die erste Hälfte des 18. Jahrh. hinein, warnoch 1708 zu Badinkhagen bei Altena, 1720 zn Benninghofen unweitDortmund, 1726 zu Selbach, 1740 zu Libberhauseri und 1746 znListringhausen, sämmtlich im Gimbornschen, gesessen, ging aber dannaus. Ein Zweig der Familie war auch nach Curland gekommen.

<>auh'\ II. S. 7>5 u. SC. — o. St'-inen , II. S. 215 n. Tal». Hl). Nr. H. — Freih. v. Lede-bur. II. S. Mi ii. 45. — Sipbmachp.r, IV. 117. — c, Meding , I. S. 412 u IM. — Suppl. zuSit'hin W.-B. IV. 11). — Schubert, Curliind. W.-B.

Neuhoff zu Neuboff, auch Freiherren (in Schwarz eine in dieHöhe stehende Kette von drei silbernen Ringen, von denen die äusserenoffen sind). Altes, westphälisches und rheinländisches Adelsgeschlecht,welches von dem, der Familie schon 1330 zustehenden Sitze Neuhoff,oder Neuendorff bei Altena den Beinamen annahm. Dasselbe war, wieschon die Aehnlichkeit des Wappenbildes und Helmschmuckes ergiebt,eines Stammes mit der Familie v. Neuhoff zu Ley, stand mit derselbenin Lelms-Vetterschaft, war, neben Neuenhoff, bereits 1407 zu Pungel-scheid, 1418 zu Ahausen. 1423 zu Ottersheim, 1443 zu Rahde an derVoline, 1571 zu Nienborg, 1572 zu Horstmar. 1573 zu Gelinde undGrevel, 1577 zu Schleppen und 1585 zu Elbroch gesessen und erwarbauch im 17. Jahrh. mehrere ansehnliche Güter. Leopold v. Neuhoffzu Neuenhoff, kurbrandenb. Rath, war zu Anfange des 17. Jahrh. Drostzu Neustadt und von demselben stammte Stephan v. N. zu N., kurbran-denb. Rath und Drost zu Altena, welcher 1678 starh und nur eineTochter, Anna Elisabeth v. u. zu Neuenhof, hinterliess. Einige Zeitvorher war Georg Hermann v. N. zu N. geforsteter Abt zu Fulda und