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6 (1865) (Loewenthal - Osorowski)
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ritterliches, schweizerisches Geschlecht, welches früher das SchlossFriedberg hei Untermeilen am Züricher See bcsass und sich spater inGlarus und in der Gegend von St. Gallen einbürgerte. Jacob Müllerrettete dem K. Rudolph I. in einem Gefechte gegen Liitold v. Regens-burg das Leben und erhielt deshalb vom Kaiser zn Mainz den Ritter-schlag. Von den Nachkommen traten Einige in das adelige Chorherren-Stift. zum grossen Münster in Zürich, Andere, Rudolph und Fridolin,waren Johanniter-Ordens-Cointhure zu Wadenschweil am Züricher See. Freili. Franz Joseph, s. oben, geh. 1725 zu Naefcls und gest. 1803,wurde 1749 Doctor der Medicin in Montpellier und noch in demselbenJahre Landrath zu Glarus, 1754 war derselbe katholischer Zeugherr,1758 des Fürst-Abts von St. Gallen Pfalzrath und Obervogt zu Rosen-berg, 1708 aber zu Rorschach und erhielt in dieser Zeit das adeligeLandrecht des Stifts St. Gallon; 1772 wurde er Landvogt der Graf-schaft Toggenburg und 1775 Landes-IIofmcistcr und Hofmarschall desFürst-Abts von St. Gallen und erlangte auch 1774 eine kaiserliche Be-stätigung des ihm zustehenden alten Ritterstandes, Aus seiner Ehe mitMaria Anna Dorothea Freiin v. Bachmann entsprossten mehrere Söhne,von denen Freiherr Carl, geb. 1755 u. gest. 1830, Präsident des gros-sen und kleinen Raths von St. Gallen, vorm. 1783 mit Maria FrauziscaSutter, gest. 1811, den Mannsstamm durch zwei Söhne, die FreiherrenBeda Carl Joseph und Anton, fortsetzte. Freili. Beda Carl Joseph, geb.1783 jetziges Haupt der freiherrlichen Familie Präsident desAppellationsgerichts zu St. Gallen, vermählte sich 1812 mit JohannaMorell, aus welcher Ehe eine Tochter, Freiin Mathilde, geb.1813, lebt,welche sich 1835 mit Carl v. Chrismar zu Constanz vermählte. Freih.Anton, geb. 1790, Major in k. niederl. Diensten, vermählte sich 1822mit Marie Josephine Philippine Anciaux von Namur, aus welcher Ehezwei Töchter stammen, die Freiinnen; Caroline, geb. 1820, vorm.1845mit Eduard Schmid und Josephine, geb. 1828.

Geneal. Taschen!), d. freih. Häuser, 1S55. S. 394 9(i u. I8fi3. S. 64S und 49.

Müller v. Gnadenegg, Freiherren (Schild geviert: 1 und 4 inBlau ein achtspeichiges, goldenes Mühlrad und 2 u. 3 ebenfalls in Blauein einwärtsspringender, goldener Löwe). Ein aus dem HerzogthumNeuburg stammendes Freiherrngeschlecht, welches früher unter demNamen: v. Müller auf Gittlberg und Feldmühl, s. S. 380 aufgeführtwurde, jetzt aber nach dem Markte Gnadenegg sich: ,,Müller v. Gna-denegg" schreibt. Die durch die Familie selbst neuerlich bekannt ge-wordenen genealogischen Verhältnisse derselben sind folgende: als Stamm-vater des Geschlechts ist Nicolaus v. Müller, geb. 1011 und gest.1078,pfalzneuburgischer Landvoigt, Pfennigmeister und Pfleger zu Burkheim,zu nennen. Der Sohn desselben, Johann Nicolaus v. M., geb. 1034 u.gest. 1700, pfalz-neuburg. w. Geh.-Rath etc., erhielt, da er und seinVater sich die rühmlichsten Verdienste um das Ilerzogth. Neuburg er-worben, 1703 den kurpfälzischen Freiherrnstand. Sein Sohn. FreiherrJoseph Felix, pfalzneuburg. Kämm., w. Geh.-Rath u. Landschafts-Com-missar, gelangte in den Besitz der Rittergüter Gittlberg und Feldmühlim Neuburgischen, so wie durch die lichtenauische Erbschaft auch in