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1644. — So viel bekannt, war die Familie 1650 u. noch 1730 zu Gr.Bokedra und Rcussdorff gesessen.
Zedier. XXIT. S. 189. — Freih. v. Ledebur , II. S. 125.
Miilich v. Mühlbach. Erbländ. - österr. Adelsstand. Diplom von1803 für Bernhard Millich, k. k. Oberstwachtmeister mit demPrädicate:v. Mülilbach.
Megerle v. Mühlfeld , S. 230.
Miilinen, Freih. u. Grafen (Stammwappen: in Gold ein schwarzesMühlrad von acht Schaufeln). Reichsfreiherrn- und Erbländ.-österr.Grafenstand. Bestätigungsdiplom des alten Freiherrnstandes von 1434 fürdie Gebrüder Hans Willi, u. HansEgbrecht v.Mülinen u. für den Vetterderselben, Albrecht v. M. u. Grafendiplom vom 14. Juni 1816 für NicolausFriedrich Freiherrn v. Mülinen, Schultheissen der Republik Bern etc.,mit den sämmtlichen Gliedern der Familie u. zwar in Anerkennung deruralten Abstammung des Geschlechts u. der von demselben früher demHause Habsburg treu geleisteten Dienste. —Eins der ältesten noch blü-henden Rittergeschlechter der Schweiz, welches seinen Ursprung voneinem rhätischen Edeln herleitet, welcher sich mit der einzigen Tochterdes Grafen Elhiko des Weifen vermählte und dadurch grosse Güter amZüricher- u. Wallenstaedter-See erhielt. Die Nachkommen desselbenschieden sich in mehrere Zweige, von welchen namentlich das Haus derGrafen v. Rapperschwyl berühmt wurde. Ein anderer Zweig, der v. He-zelszelle, gilt als der Urstamm des Hauses Mülinen u. wirklich lag eineBurg Mülinen in der Hezelsau am Ausflusse des Wallenstädter-Sees u.die Freiherren dieses Namens besassen die Stadt Wesen u. einen gros-sen , mit den rapperschwylschen Besitzungen vermengten Landstrich,auch führt Conrad Gessler in einem Verzeichnisse des oberschwülichenAdels von 1280 die Herren v. Hezelszelle als Freiherren v. Mülinen u.Herren v. d. March auf. — Zu Anfange des 12. Jahrhunderts zog einSprosse des Stammes mit dem Grafen v. Lanzburg nach Argau und er-baute unweit Habsburg die Burg Mülinen. Der Sohn desselben folgtedem Panier Habsburg und war wohl der Erste des Geschlechts, welcherzu dem Hause Habsburg in Verhältnisse trat, die so lange sich sehr treubewährten. — Von drei Enkeln des Adalgotz v. Mülinen verkauftenzwei laut Urkunde 1221 ihr Erbe an den dritten Bruder. Einer dieserBrüder, Conrad, verlor den Freiherrnstand durchVermählung mit einerTochter aus dem Ritterhause Hedingen. Der Enkel desselben, Egbert,hinterliess zwei Söhne, welche, in die Acht erklärt, 1309 als Anhängerdes Herzogs Johann v. Schwaben zur Farwangen enthauptet wurden,wobei auch die Burg Mülinen in Flammen aufging. Aus einem anderenZweige des Stammes entspross Peter v. Mülinen, K. Rudolph I. Schul-theiss zu Brugg, welcher auch im Kampfe für das Haus Ilabsburg fiel.Der Sohn desselben, Berchtold, bekleidete dieselbe Stelle, blieb nachK. Albrechts I. Tode dessen Söhnen treu und erhielt vom Könige Frie-drich, als Lohn für seine Treue, die Erlaubniss, den Helm des Wappenszu krönen und die bisherigen Farben des Schildes Roth und Silber indie Farben des Reichs: Schwarz und Gold, umzuändern. BerchtoldsEnkel, Albert, vertrauter Rath des Herzogs Leopold, fiel an der Seite