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Heinrich v. M., gest. 1751, ebenfalls landgräfl. hess. Geh.-Rath undKanzler, vertrat 1736 die Stelle eines Gesandten beim westphälischenKreis-Convent zu Cöln sowohl Namens des Königs von Schweden, alsdes Königs von England, wurde vom Könige von Schweden mit demLehn bei Ober-Jessen beliehen und besass ausserdem die Güter Boden-hausen, Grebenstein und Obernurff in Hessen und die andern genanntenLehne, welche Güter noch in neuester Zeit in der Hand der Familiewaren. Von ihm stammten vier Söhne: Philipp v. M., Friedrich v. M.,Carl Reinhard v. M. und Justin Heinrich v. M. Philipp v. M., geb.1729, Regierungs-Präsident in Rinteln, hatte vier Söhne: Philipp v.M.d. J., Präsident in grossh. Sachsen-weimarschen Diensten; Carl v. M.,gest. 1816 als k. preuss. Regierungsrath in Düsseldorf, dessen Sohn,Wolfgang v. M., in das k. preuss. Ingenieur-Corps trat; Justin v. M.,lebte 1837 als k. preuss. Oberstlieutenant a. D. in Mainz und Heinrichv. M., gest. 1833 als Geh.-Rath u. Kammer-Präsident in Cassel, hinter-liess einen Sohn, Otto v. M., welcher Assessor bei dem Oberlandesge-richte zu Naumburg wurde. — Friedrich v. M., geb. 1732, Kammer-präsident und w. Geh.-Rath in Cassel, hatte zwei Söhne: Gerhard v.M.,Finanzminister in Cassel und Philipp v. M., Forstmeister in Hanau. —Carl Reinhard v. M., wurde 1735 General in hessen-casselschen Dien-sten und diente mit Auszeichnung in Nordamerika u. von Justin Hein-rich v. M., geb. 1733 und gest. 1813, kurhess. Geh.-Rath und Präsi-denten des Ober - Appellationsgerichts zu Cassel, entspross FriedrichChristian Adolph v. M., geb. 1775 und gest. 1830, welcher in k. pr.Staatsdiensten in weiten Kreisen rühmlich bekannt geworden ist. Der-selbe, seit 1824 Ober-Präsident zu Magdeburg und seit 1825 k. pr.Staats-und Finanzminister, hatte schon als Landrath in Halberstadt1802 amtlich die Idee einer Zoll - u. Handelsvereinigung innerhalb derdeutschen Grenzen ausgesprochen und während der fünf Jahre, in wel-chen er dem Finanzministerium vorstand, setzte er seine ganze Thätig-keit daran, diese Idee zu verwirklichen, welche, für Preussen und fürDeutschland so segensreich geworden, sein Nachfolger, Carl GeorgMaassen, zu weiterer Vollendung brachte. Vermählt mit Albertine••v. Hagen a. d. II. Nienbnrg bei Halberstadt, hinterliess er zwei Töch-ter und drei Söhne: Albertine, verm. mit dem k. Landstallmeister undLandrath v. d. Brincken. Sophie Marie, gest. 1856, verm. mit RudolphFreih. Hiller v. Gärtringen auf Schloss Betsche, k. preuss. Kammerli. u.Landtags-Marschall der Prov. Posen, Justin Heinrich v.M., 1837Forst-meister in Cöslin, Bernhard Rudolph v. M., Oberförster in Leubuschbei Brieg und Ernst Carl Adrian v. M., Landrath im Kr. Samter. —Jetzt ist Friedrich Philipp v. Motz in grossh. sachs. weimarischen Mili-tairdiensten Major und Bataillons-Commandeur.
Theatrum Europ. V. S. 1148. — Uoffmann, Kriegsstaat, I. S. 204 u H. 8. 520 — 22. —Gründliche Untersuchung wegen des Adels am llhein und in der Wetterau, auch der v. Kar-ben. Gedr. 1734. S. 335. — N. Pr. A.-L. IV. S. 410 u. 417. — Freih. v. Ledebur, U.S. 122.
Motzfehlt. Altes, niederrheinisches und westphälisches, besondersim Jülich'schen und Bergischen begütert gewesenes Adelsgeschlecht,über welches Zedier nach handschriftlichen Nachrichten nähere Nach-weise giebt. Dasselbe sass schon 1533 zu Motzfeldt unweit Arnsberg,