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1716 für die Gebrüder Joachim Christoph und Bernard Marklowsky v.Zebratsch. —Altes, schlesisches, dem polnischen Stamme Wieniawaeinverleibtes Adelsgeschlecht, welches aus Böhmen u. Mähren von denHerren Perszlin oder Pernstein (Bernstein) hergeleitet wird. Johannv. Pernstein war 1528 Administrator des Herzogs Wcnceslaus zu Tü-schen und Thomas v. Pernstein, welcher früher in Galizien im Fürsten-thume Auschwitz gewohnt, nahm 1563 im Teschenschen auf dem SchlosseMarcklowski seinen Sitz und nannte sich nach demselben. Da übrigensdie Vorfahren in Böhmen auch den Beinamen: v. Zebracz (Zebratsch)geführt hatten, nannten sich die Nachkommen der freiherrlichen Linienauch : Marcklowsky v. Zebracz und Pernstein. — Joachim v. M. u. Z.auf Grodetz, Herrmanitz etc., k. k. Rittrn., wurde gegen Ende des17. Jahrb. von einer Rotte Räuber ermordet und von seinem Sohne,Adam, stammten zwei Söhne, Christoph Joachim und Adam. —Dieoben angeführte Erhebung der Gebrüder Joachim Christoph und Bern-hard M. v. Z. u. P. in den Herrenstand wurde von dem königl. Ober-amte in Schlesien zu Breslau 4. Febr. 1717 öffentlich bekannt gemacht.Später kamen neben den Genannten im Fürstenthume Teschen nochFranz Ludwig Freih. v. M. u. P. auf Bludovicz und Grodischicz undCaspar v. M. auf Bludowitz, welcher 1726 nur das adelige Prädicatführte, so wie Petrus M. v. Z. auf Ober- und Nieder-Zastrzab in der te-schenschen freien Herrschaft Leslau vor. — Der Stamm blühte fort u.war in Oberschlesien noch 1818 zu Petersdorf im Kr. Nimptscli u. 1821zu Golassowitz und Nieder - Goldmannsdorf im Kr. Pless gesessen. —Bucelini nannte übrigens das Geschlecht: Marlcowsker, Lucae: Marows-ker u. Siebmacher; Marckowskcr, Otto genannt.
Spener, Histor. Insign. S. 249. — Sinapius, I. S. 628 und II. S. 377 — 81. — Gauhe , I.S. 1313. — N. I'r. A.-L. V. S. 324. — Freih. v. Ledebur, II. S. 80. — Siebmncher, I. 76: DieMarckowsker, Otto gen., Schlesisch. — v. Meding, II. 8'. 359. — Schles. VV.-B. Nr. 423.
Marckwart v. Hradeck, s. Marquart.
Marco v. Marchi, Edle. Erbländ.-österr. Adelsstand. Diplomvon 1796 für Franz Marco, Postmeister zu Cilly, mit dem Prädicate:Edler v.
Megerle v. Mühlfeld . S. 224.
Marconnay, Freiherren, s. Bcaulieu-Marconnay, Frei-herren, Bd. I. S. 244—46.
Mardefeld, Freiherren. Adels- und Freiherrnstand des Königr.Schweden, in den Kgr. Preussen und Bayern anerkannt. Adelsdiplomvom 20. Jan. 1646 für Conrad Maasberg, k. schwedischen Obersten,mit dem Namen: v. Mardefeld; Freiherrndiplom vom 9. Juni 1677 fürDenselben als k. schwedischen General-Feldmarschall u. Vice-Gouver-neur von Pommern und Anerkennungsdiplom des, der Familie zuste-henden Freiherrnstandes im Kgr. Preussen vom 15. Dec. 1712 für Gu-stav Freih. v. Mardefeld, k. preuss. Kammerh. und a. o. Gesandten amlcais. russischen Hofe. — Freiherr Conrad, später Herr auf Vanselow,Plötz und Siedenbüssow in Pommern, trat 1628 in k. scliwed. Dienste,kam 1630 als Ingenieur mit dem Könige Gustav" Adolph nach Deutsch-land, bereiste 1634 Preussen, Lief- u. Finnland, so wie Ingermanland,