— 125 —
bayer. Kämmerer etc. Derselbe, geb. 1736, und wie das Wappen er-giebt, zu der alten, pommerseben Familie v. Manteuffel, ohne dass Nähe-res über die Abstammung bekannt ist, gehörig, wurde nach Anlegungder Adelsmatrikel des Kgr. Bayern, als k. bayer. Kämmerer und quit-tirter Oberstlieutenant zu Brandstetten, in die Grafenclasse derselbeneingetragen und lebte noch 1815. Nach dieser Zeit kommt der Namedesselben nicht mehr vor.
v. Lang , S. 49. — Deutsche Grafenh. d. Gegemv. II. S. 86 u. 87. — W.-B. d. Königr.Bayern, I. 75 und v. Wölckern, Abtheil. 1.
Manteuffel, Freiherren (Schild geviert: 1 u. 4 in Silber ein rotherQuerbalken: Manteuffel und 2 u. 3 in Silber drei, 2 u. 1, rothe Rosen:Moggcn. Aeltere Petschafte zeigen damascirtes Silber). Reichst'rei-herrnstand. Diplom im kursächsischen Reichsvicariate vom 12. Jan.1742 für Christoph Friedrich v. Mihlendorff, Fähnrich in der kursäch-sischen Garde und zwar auf Verwenden seines Vormundes und Adoptiv-vaters, des kursächs. Cabinets- Ministers u. w. Geh. Raths Ernst Chri-stoph Grafen v. Manteuffel, mit Beilegung des Namens: Freih. v. Man-teuffel. Derselbe, geb. 12. Febr. 1727 zu Warschau, stammte aus demalten märkischen Adelsgeschlechte : v. Möllendorf — in Roth vier sil-berne, rechte Spitzen — welches auch Mihlendorff, Mühlendorff u. Mül-lendorf geschrieben wurde. Der Vorname des Vaters ist sicher nicht an-zugeben , höchst wahrscheinlich aber ist die Annahme, dass derselbeWolff v. Mihlendorff, welcher 1712 als k. poln. u. kursächsischer Kam-merherr vorkommt, gewesen sei. Die Mutter war: Friederike Charlottev. Moggen, welche sich unter diesem Namen eigenhändig als verw. v.Mihlendorff auf einer Pensionsquittung unterzeichnete. Das beigedruckteAllianzwappen zeigt rechts das v. Möllendorffsche Wappen: in Roth vierrechte silberne Spitzen, links v. Moggen: in Gold drei, 2 u. 1, rotheRosen. Der Helm trägt zwei goldene Büffelshörner, zwischen welcheneine Rose schwebt. So ergiebt auch ein Separat-Abdruck das v. Mog-gensche Wappen und es ist demnach in Bezug auf das Wappen der Frei-herren v. Manteuffel die Angabe des geneal, Taschenb. d. freih.Häuser,1857. S. 472: ,,2 und 3 in Silber drei rothe Kugeln (Mühlendorff),"ganz unrichtig, wie denn auch die Annahme im Jahrg. 1859, S. 496falsch ist, dass Freih. Christoph Friedrich der Schwestersohn des ErnstChristoph Grafen v. Manteuffel gewesen sei. — Freiherr ChristophFriedrich, gest. 28. März 1803 zu Waldheim als kursächs. Major undCommandamt der Invaliden-Compagnie, vermählte sich 1762 mit Chri-stiane Margaretha Elisabeth v. Hartig a. d. H. Alt-Hörnitz bei Zittau,s. Bd. IV. S. 217, geb. 1736 u. gest. 1812. Aus dieser Ehe stammten,neben einer Tochter, Freiin Johanne Caroline Amalie, gest. 1848, verw.Freifrau v. Wagner, fünf Söhne, die Freiherren: Ernst Friedrich Adam,Georg August Ernst, Hans Ernst Wilhelm, Hans Carl Erdmann u. Frie-drich Otto Gottlob. — Freiherr Ernst Friedrich Adam, geb. 1762 undgest. 1822, k. sächs. Hof- und Justizrath, vermählte sich in erster Ehe1792 mit Johanna Freiin v. Wagner, gest. 1802 und in zweiter 1804mit Caroline v. Gössnitz, gest. 1841. — Freih. Georg August, geboren1765 und gest. 1842, k. sächs, w. Geh.-Rath, Conferenz-Minister und