I
— 111 —
geb. 1833, aus welcher Ehe eine Tochter, Elisabeth, geb. 1859 undzwei Söhne: Otto Asche, geb. 1860 und Johann Albrecht, geb. 1861,entsprossten. — Gr. Albrecht, geb. 1830 stand in der k. k. Armee undist Oberlieutenant in d. A. -— Die Zahl der in neuester Zeit vorgekom-menen Sprossen der adeligen Linien, aus welchen auch mehrere in diek. preuss. Armee traten , ist gross: so genüge es denn folgende hier an-zuführen. Friedrich Maximilian v. M., Commandern- der k. säclis. 2. In-fant.-Brigade und Generalmajor, trat 1846 aus dem activen Dienste,lebt in Dresden und ein Sohn desselben, Carl Wolfgang v. M. ist k.säclis. Hauptmann; Christian Friedrich Carl v. M. stieg in neuester Zeitim grossli. s.-weimar. Staatsdienste zum Appellationsgerichts-Präsi-denten zu Eisenach und als begütert im Kgr. Preussen wurde 1857 auf-geführt: Premierlieut. v. M., Herr zu Brödienen im Kr. Sensburg undRittm. v. M. zu Langensalza Herr auf Ottendorf im Kr. Bunzlau.
Sagittar, Gleich. Histor. S. 320. — Pfefßnger , I. S. 265—76. — Mushard , S. 387. —Müller. Annal Sax S. 116 und 17. — Val. König, III. S. 748—56. — Treuer. Münehhaus .Gesehleehtshist., Gottingen, 1740 a. in. O. — Gauhe, I S. 1304—6. — Zedier, XIX. «s. 010—13. — Hörschelrnann. geneal. Adelshistorie, I. S. 71—80 u. desselben Sammlung von Stamin-und Ahnentafeln, S. 50 und 51. — N. Geneal. Handb. 1777. lS . 298 und 99 u. 1/78. S. 344. —NVochenschr. für die Noblesse, Kiseuach, 1786. St. 4. S. 349—52 u. Stück 5. S. 65—72. —v. Uechtritz, Geschlechts-Er/.ähl , I. Tab. 48. — Schmidt, Beitr. zur Geschichte des deutschenAdels, Bd. I. Brannschw. 1794. S. 180 und 81 u. Bd. II., Leipzig, 1795. S. 333 und 34. —N. Fr. A.-L. III. S. 315 u. 46. — Freih. o. d. Knesebeck, S. 201 und 2. — Gast, Adelsb. d.Kgr. Württemb. S. 442—44. — Deutsche Grafenh. d. Gegeuw. II. S. 84 u. 85.— Freih. v. Le-debur. II. S. 75. — Geneal. Handb. d. gräfl. Häuser, 1861. S. 515. 1864. S. 526 u. 27 u. hist.Handb zu Demselben, S. 563. — Sieb mach er, I. 181: v. Maudeslo , Braunschweigisch. —t>. Westjphalen, Monum. incd. Tom. IV. Tab. 20. Nr. 75: S. Christoph. M. von 1436. — Ha-renberg , Histor. Dipl. Gandersh. Tab 33. Nr. 2. — v. Dieding, I. S. 356—58. — Tijrojf, I.26: H. K. v. M. aufEckstädt. — W.-B. d. Kgr. Württemb.: Gr. v. M. — W.-B. d. Königr.Hannov. A. 12: Gr. v. M. , Weisser Linie,C. 46 v. M., Schwarzer Linie u. S. 10. — W.-B.d. Sachs. Staaten, VIII. 11: v. M. — v. Hefner, hannov. Adel, Tab. 22.
Manderscheid, Grafen. Altes, zur westphälischcn Grafenbankzählendes Haus, welches, der Sage nach, in früher Zeit von einem Gra-fen Wilhelm hergeleitet wurde, welcher ein Sohn des Schwentisbold,letzten Königs von Austrasien, gewesen u. die Herrschaft Manderscheidals Apanage erhalten haben soll. Der Sohn desselben, Wilhelm II., zurgräflichen Würde erhoben, hatte aus der Ehe mit Cunigunde Grf. v. Ha-nau zwei Söhne, die Grafen Wilhelm III. u. Richard, von welchen Letz-terer, gest. 1133, der gemeinsame Stammvater aller späteren Grafenv. Manderscheid wurde. Von ihm stammte in der 14. Generation Die-trich III., welcher 1450 die kaiserliche Erlaubniss erhielt, den von sei-nen Vorfahren nach und nach abgelegten gräflichen Titel wieder anzu-nehmen und zu führen. Derselbe hinterliess aus seiner Ehe mit Elisa-beth Freiin v. Schleiden drei Söhne: Cuno, Johann u. Wilhelm, welchedie Stifter der vier Linien wurden, in denen der Stamm später blühte.Es gründete nämlich Cuno die schleidensche, oder virneburgische Linie,Johann durch einen seiner Söhne, Gerhard, die geroldsteinsche u. durchden andern, Arnold, die blanckenheimsche und endlich Wilhelm diekaylische oder falcltensteinsche Linie. Das Haus Manderscheid-Schlei-den oder Virneburg ging mit den Urenkeln des Stifters Cuno, Joachimu. Dietrich VI., gest. 1593, im Mannsstamme gegen Ende des 16. Jahr-hunderts aus und die Herrschaften desselben kamen durch die Erbtöch-ter meist an auswärtige Häuser, zum Theil aber auch an die blancken-heimische und kaylische Linien. Das Haus M.-Geroldstein erlosch in