Druckschrift 
6 (1865) (Loewenthal - Osorowski)
Entstehung
Seite
73
Einzelbild herunterladen
 

73

Arzt und Vorsteher des Laboratoriums am Waisenhause zu Halle. Der-selbe, geb. 1709 zu Schemnitz in Ungarn und aus einer alten ungari-schen Adelsfamilie stammend, starb 1781. Das erwähnte Laboratorium,in welchem die einst so bekannte, von Vielen mit grossem Vertrartenbeehrte hallesche Medicin bereitet wird u. welches zu den Stiftungen desedlen Franke gehört, oder das Directorium der Medicamenten-Expedi-tion war ein in der Familie v. Madai vom Vater auf den Sohn fortge-erbtes Eigenthum. Von dem Sohne des Daniel Samuel v. M., dem Dr.med. Carl August v. M., stammte Carl v. M., gest. 1851, ebenfalls Dr.med. und Director der Medicamenten-Expedition am Waisenhause zuHalle, welcher sich mit einer Tochter des verst. Generals v. Schubert,früher vermählten Baronin v. La Motte Fouque vermählte, aus welcherEhe die Söhne: Guido v. M., Landrath und Max v. M., (1857) Rittm.im lc. preuss. 7. Cürassier-Regim., entsprossten. Von den Brüdern desDr. Carl v. M. starb der Eine, verm. mit einer v. Uckermann, als k. pr.Regierungsrath zu Merseburg und ein Anderer, August v. M., 1828 alsSteuerrath zu Potsdam. Letzterer war mit Henriette Charlotte v. Schlegelvermählt und ein Sohn aus dieser Ehe wurde Professor der Rechte ander Universität Halle, später k. russ. Hofrath und Professor zu Dorpat.

N. Pr. A.-L. III. S. 334 und V. S. 321. Frei/t. v. Ledebur, II. S. 69. Supplem.zu Siebm. W.-B. II f. 13 und IX 21.

Madak. Erbl.-Österr. Adelsstand. Diplom von 1787 für JohannMadak, k. k. Oberlieutenant im Husaren-Regimente Gr. Esterhazy.

Megerle v. Mühlfelcl, Erg..-Bd. S. 36 7.

Madelungen. Altes, aus dem Braunschweigischen stammendes,früher zu dem Adel in Ostpreussen gehörendes, später erloschenes Adels-geschlecht, welches zu Alkehnen u. Trenk unweit Fischhausen und zuWandlacken bei Gerdaunen gesessen war.

Freih. v. Ledebur, II. S. 69.

Mader (in Blau ein rechts u. links von einer goldenen Lilie besei-teter, goldener, schrägrechter Balken, in welchem ein Marder von natür-licher Farbe nach oben läuft). Reichsadelsstand. Diplom vom 5. Febr.1765 für Johann Caspar Mader, Reichsstifts-kaisersheimischer Rathu. Pfleger zu Nördlingen. Derselbe war ein Sohn des, aus einer altenRathsfamilie der ehemaligen Reichsstadt Ueberlingen am Bodensee stam-menden Rechtsconsulenten zu Phullendorf Johann Caspar Mader. Vonden Nachkommen wurde Johann Max v. Mader, geb. 1770. k. bayer.Landrichter zu Mindelheim, in die Adelsmatrikel des Kgr. Bayern ein-getragen.

v. Lang, S. 438. Suppl. zu Siebm. W.-B. XI. 25 : ein sehr abweichendes Wappen.W.-B. d. Kgr. Bayern, VII. 3. v. Hefner, bayer. Adel, Tab. 112. Kneschke , I. S. 285u. 86.

Mader v. Madersburg (Schild blau und durch einen schrägrechten,goldenen Balken getheilt: rechts, unten, ein gegen die rechte Seite lau-fender Marder und links, oben, eine goldene Lilie). Adelsstand in Kraftder grossen Comitive. Diplom vom 6. Mai 1791 vom Pfalzgrafen Jo-seph Fürsten von Fürstenberg für Franz Joseph Ulrich Mader, Alter-und Waisenbürgermeister zu Ueberlingen mit seinen männlichen Leibes-erben: Franz Nicolaus, Joseph Alois, Johann Nepomuk, Joseph Anton