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aus welchem dort ein grüner Zweig mit drei Blättern hervortreibt).Altes, preussisches Adelsgeschlecht, welches früher in Pommerellen dasGut Luzino im Kr. Neustadt besass.
Freiherr v. Ledebur , II. S. 6(1.
Lynar, Grafen und Fürsten. Alter, italienischer Grafen- u. Für-stenstand der österreichischen Monarchie. Bestätigungsdiplom des derFamilie zustehenden, alten Grafenstandes und Fürstendiplom für MoritzLudwig Ernst Grafen zu Lynar, jüngerer Linie zu Drehna, nach demRechte der Erstgehurt. — Altes, ursprünglich aus Italien stammendesund daselbst unter dem Namen Linari schon 1168 vorgekommenes Ge-schlecht, aus welchem im genannten Jahre, nach Savioli, Giovanni Li-nari zu einer Convention zwischen den Republiken Bologna und Faenzagezogen wurde. Bertoldo Graf v. Linari hatte die an der bolognesischenGränze bei Faenza gelegene unmittelbare Grafschaft Linari in der Lu-nigiana mit dem festen Schlosse innc und wurde 1207 nach langemKriege mit dem Grafen Ranglo de Monte Feltro zum Frieden genüthigt.Miglior di Linari brachte das Castell 1330 wieder an sich u. befestigtedasselbe von Neuem. Derselbe hinterlicss von seiner, aus dem herzog-lichen Geschlechte Forlimpopoli stammenden Gemahlin den Grafen Jo-hann Linari, welcher, weil er Faenza beigestanden, von den Florenti-nern in seinem Schlosse belagert wurde. Das Castell fiel durch Ver-rätherei, wurde geschleift und liegt seit 1360 wüste. Von dem GrafenJohann stammte Gr. Benedict und von diesem Gr. Baptista Guerrino(Guerini), verm. mit einer Grf. Bentivogli u. gest. 1416. — Die Nach-kommen des Letzteren nannten sich nach seinem Taufnamen Guerrino,entsagten während der republicanischcn Stürme der Grafenwürde unddem Geschlcchtsnamen, behielten aber das Wappen bei. Später. 1535,nahm Rochus Guerrino — Sohn des Johann Baptista G., Enkel des Ga-briel G. u. Urenkel des Baptista G. — k. französ. General, den eigent-lichen Familiennamen wieder an und nannte und schrieb sich RochusGraf zu Lynar. Derselbe, Geueral-lnspector aller französischen Festun-gen, verliess, der protestantischen Religion wegen, Frankreich, gingnachDeutschland, trat erst in kursächsische und später in kurbrandenb.Dienste u. erhielt laut Urkunde d. d.Pisa, 1!). Mai 1564, vom HerzogeCosmo de Medicis die Bekräftigung der im Vorstehenden erwähntenAbstammung seiner Familie. Bei seinem Tode, 1596, hinterliess er ausder Ehe mit Anna v. Montor einen Sohn, Johann Casimir Gr. zu L.,dessen Wittwe, Elisabeth v. Diestelmaier, 1721 die Herrschaft Lübbe-nau in der Nieder-Lausitz und für ihren Sohn, Johann Sigismund Grafz. L., die Herrschaft Glienick unweit Lübben kaufte. Letzterer wurdeals kursäehs. Gesandter an den k. k. Ilof geschickt und kämpfte dannsehr tapfer in der kaiserl. Armee. Von seinen Söhnen, Friedrich Casi-mir und August, wurde Letzterer 1711 bei der Kaiserkrönung zumRitter des Reichs geschlagen. Vom Grafen Friedrich Casimir stammteGraf Rochus Friedrich und durch zwei Söhne des Letzteren schied sichdas Haus in zwei Linien: es gründete nämlich Christian Ernst die äl-tere, gräfliche Linie zu Lübbenau und Moritz Ludwig Ernst die jüngerezu Drehna. Letzterer wurde, nachdem er 1793 die freie Standesherr-