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6 (1865) (Loewenthal - Osorowski)
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Lunz v. Lindenbrand. Erbl.-österr. Adelsstand. Diplom von1822 für Wenzel Lunz, k. k. Oberlieutenant bei der gräzer Garnison-Artillerie, mit dem Prädicate: v. Lindenbrand.

Meyerle v. Mühlfeld , Erg.-Bd. S. 36G.

Lupfen, Grafen. Altes, schwäbisches Grafengeschlecht aus demStanimschlosse Lupfenberg am Schwarzwalde, welches schon in alter Zeitvon den Grafen zu Rottweil zerstört worden war. Der Stamm hatteum 970 einen Ursprung mit dem Markgrafen von Montferrat und sasszuletzt im Städtchen und auf dem Schlosse Engen im Hegau, zwei Mei-len von Schaffhausen. Die Sprossen des Geschlechts schrieben sich auchHerren v. Hohenhöven und Rosneck, nachdem sie nach Aussterben derFreiherren dieses Namens mit Arbogast, Baron v. Hoeven 1570 dieseHerrschaft erbten und besassen auch die Landgrafschaft Stühlingen. Johann Fr eil), v. Impfen war 1289 Gross-Prior des Maltheser-Or-dens in Deutschland; Johann TY. Gr. V .L., von 1532 bis 1537 Bischofzu Costnitz, gah aus Verdruss das Bisthum freiwillig auf und mit desVaters Bruders Sohne, dem Grafen Henricus, erlosch 1582 der Manns-stamm der Grafen v. Lupfen, worauf die Besitzungen erst an die Grafenv. Pappenheim und später an die v. Fürstenberg kamen. In der denGrafen v. Lupfen zustehenden Grafschaft fing übrigens im Oct. 1525der grosse Bauernkrieg zuerst an.

Jac. Manlii Chronic. Constant. S. 697 und 98. Spener , Histor. Insign. S. 684.Lucae , G'rafensaal, S. 104849. Gauhe, II S. 665 und 66.

Lupin , auch Freiherren (im von Schwarz und Silber der Längenach getheilteu Schilde ein schreitender W olf von gewechselten Farben)Freiherrnstand des Kgr. Bayern. Diplom vom 24. Oct. 1829 für Frie-drich v. Lupin, k. bayer. Ober-Bergrath, Mitglied der k. bayer. Aca-demie der Wissenschaften etc. Ein, nach einer vierhundertjährigenFamiliensage aus Rom stammendes Rittergeschlecht, welchesim 9. Jalirh.aus Rom nach Deutschland eingewandert und sich am Schwarzwaldeniedergelassen haben soll. Die Ruinen des StammschlossesLupodunumsind noch jetzt in der Nähe der württemb. Stadt Tuttlingen zu sehen.Christian Lupin, Ritter, wird 1251 als schwäbischer Minnesänger ge-nannt und im 14. Jahrh. machte sich ein Zweig des alten Stammes wei-ter unten an der Donau ansässig, indem er die Herrschaft Achstettenund Weiler bei Ulm an sich brachte. Vom Junker Haus Lupin an,welcher 1435 lebte, besitzt die Familie nebst anderen Familiengegen-ständen die Bildnisse sämmtlicher Stammhalter und vieler anderenGlieder des Geschlechts. Die landsässige Familie begab sich kurz vorder Reformation in den Schutz der Reichsstadt Ulm, trat in das dortigePatriciat und ging später daselbst zur evangelischen Religion über. Ausder ersten Zeit ihres Aufenthalts in Ulm ist namentlich der kunstlie-bendc Matthias Lupin zu nennen, welcher, nach seinem Grabsteine imMünster zu Ulm, 1507 im 90. Lebensjahre starb. Der Enkel desselben,Wolf Dietrich zu Achstetten und Weiler, erhielt durch kaiserliches Di-plom vom 29. März 1563sein uralt adelich Herkommen u. Wappen"bestätigt. Der älteste Sohn des Letzteren, Sebald Lupin, wendete sichaus Ulm in die Reichsstadt Memmingen, in welcher die Familie verblieh